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Hoffnung im Wohnungsbau: Kräftiger Anstieg der Genehmigungen

Die Zahl der Baugenehmigungen steigt. Entscheidend ist, dass nun auch gebaut wird. Das ist allerdings kein Selbstläufer.

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Baustelle mit Wohn-Hochhäusern und Baukran. Bild: IMAGO / agefotostock

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Wiesbaden (dpa). Der Aufwärtstrend im seit Jahren kriselnden Wohnungsbau hält an. Gut 20.000 genehmigte Wohnungen in Neubauten und Bestandsgebäuden im April waren 9,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres bewilligten die Behörden nach Angaben der Wiesbadener Statistiker 83.700 Wohnungen und damit fast 10.000 mehr als ein Jahr zuvor.

Allerdings fehlen Schätzungen zufolge etwa eine Million Wohnungen in Deutschland. Vor allem in Ballungsräumen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Im vergangenen Jahr waren in Deutschland so wenige Wohnungen fertiggestellt worden wie seit dem Jahr 2012 nicht: 206.600 fertige Einheiten bedeuteten einen Rückgang um 18 Prozent zum Vorjahr. Die Bundesregierung will mit einem „Bau-Turbo“ über schnellere Genehmigungen den Wohnungsbau voranbringen und hat zudem Förderprogramme für energieeffizientes Bauen reaktiviert.

Noch reichlich Hürden für Bauherren

Dass die Zahl der Baugenehmigungen steigt, ist positiv: Was nicht genehmigt wird, wird später nicht gebaut. Experten fürchten jedoch, dass der Wohnungsbau so schnell nicht aus der Krise kommen wird. Infolge des Iran-Kriegs haben sich Baumaterialien sowie Transportkosten für Baufirmen verteuert. Zudem zogen die Kreditzinsen an, was Projekte für Investoren und Bauherren verteuert.

„Aus Baugenehmigungen müssen jetzt Projekte werden“, mahnt der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller. „Es braucht klare, investitionsfreundliche und verlässliche Rahmenbedingungen, damit nun auch wirklich gebaut wird.“


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