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Trendwende: Immobilienpreise in Deutschland 2025 wieder gestiegen

Der neue Wohnatlas der Postbank zeigt, wo Eigentumswohnungen im Bestand an Wert gewinnen und wie sich die Kaufpreise bis 2035 entwickeln.

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Stadt München, Blick auf die Frauenkirche

© Nicht definiert

Bonn (postbank/as). Der Wohnatlas 2026 der Postbank prognostiziert für den deutschen Immobilienmarkt insgesamt moderate, aber anhaltende Preissteigerungen. Bis 2035 sollen die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand inflationsbereinigt im Durchschnitt um jährlich 0,41 Prozent steigen. Bereits 2025 zeigte sich ein leichter Aufwärtstrend, der sich langfristig fortsetzen dürfte. Das sind zentrale Ergebnisse der Studie „Postbank Wohnatlas 2026“. Dies zeigt eine Untersuchung des Hamburger Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) im Auftrag der Postbank. Die Berechnungen zeigen, wie sich die Kaufpreise für Eigentumswohnungen im Bestand bis 2035 entwickeln könnten.

Deutliche regionale Unterschiede

Die Preisentwicklung verläuft jedoch regional sehr unterschiedlich. Während insbesondere Groß- und Mittelstädte, deren Umland sowie wirtschaftsstarke Regionen in Süddeutschland von steigenden Preisen profitieren, geraten ländliche Gebiete zunehmend unter Druck. Vor allem in Ost- und Mitteldeutschland sind in strukturschwachen Regionen teils sinkende Immobilienpreise zu erwarten.

Ausschlaggebend für die Preisentwicklung sind laut Studie vor allem wirtschaftliche Perspektiven und demografische Trends. Regionen mit Bevölkerungswachstum, steigender Beschäftigung und höheren Einkommen verzeichnen Wertzuwächse, während schrumpfende Regionen an Attraktivität verlieren.

Steigende Preise in den meisten Bundesländern

In insgesamt 13 Bundesländern rechnet die Studie mit steigenden Preisen. Eine Ausnahme bilden Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wo die Preise außerhalb der Städte im Schnitt sinken dürften. Gleichzeitig zeigen einzelne Städte auch dort eine gegenläufige Entwicklung.

Besonders starke Zuwächse werden unter anderem für Schleswig-Holstein sowie für die Stadtstaaten und süddeutsche Bundesländer wie Bayern und Baden-Württemberg erwartet.

Städte bleiben Preistreiber

Für alle deutschen Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern prognostiziert das HWWI mindestens gleichbleibende, zumeist steigende Preise bis zum Jahr 2035. In keiner Großstadt ist in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich mit einem Kaufpreisverlust zu rechnen, im Durchschnitt werden die Preise für Eigentumswohnungen über alle Großstädte außer den „Big 7“ um rund 0,6 Prozent pro Jahr steigen. 

Die Big 7 im Vergleich
Durchschnittliche Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen im Bestand in den sieben größten deutschen Städten

Rang

 

Stadt

 

Quadratmeterpreis 2025
(in Euro)

 

Kaufpreisveränderung
2024-2025
(inflationsbereinigt)

 

1Hamburg

6.394

+1,05 %

2München

9.070

+1,00 %

3Düsseldorf

5.164

+0,93 %

4Köln

5.029

+0,82 %

5Frankfurt am Main

6.293

-0,04 %

6Berlin

5.796

-1,24 %

7Stuttgart

4.737

-1,37 %

Wohnungen im Bestand in Euro
Quellen: VALUE AG (empirica-systeme Marktdatenbank), Statistisches Bundesamt, Berechnungen HWWI

Ein besonders dynamisches Beispiel ist Leipzig. Die Stadt führt das Ranking mit einem prognostizierten jährlichen Preisanstieg von 1,9 Prozent an. Gründe sind ein erwartetes Bevölkerungswachstum, steigende Einkommen und bislang vergleichsweise moderate Immobilienpreise. Auch andere Städte wie Dresden oder Potsdam zeigen trotz teilweise schwacher regionaler Rahmenbedingungen positive Trends.

Immobilienmarkt insgesamt uneinheitlich

Insgesamt verdeutlicht die Studie eine zunehmende Polarisierung des deutschen Immobilienmarkts. Wachstumsregionen mit guter wirtschaftlicher und demografischer Entwicklung gewinnen weiter an Wert, während strukturschwache und ländliche Gebiete zunehmend zurückfallen.


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