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Immer weniger Azubis bekommen Zuschüsse vom Staat

Beihilfe bekommen Auszubildende, die nicht mehr zuhause wohnen. Die Zahl der Empfänger sinkt stetig. Jetzt soll der Fördersatz erhöht werden.

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Auszubildender arbeitet mit einer Metallschere am Kupferdach eines Kirchturms. Bild: IMAGO / allOver-MEV

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Die Zahl der Azubis, die vom Staat Zuschüsse bekommen, weil sie schon alleine wohnen, ist in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Zwischen 2009 und 2018 hat sie sich sogar mehr als halbiert. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die „Saarbrücker Zeitung“ hatte zuerst darüber berichtet.

Empfänger der Berufsausbildungsbeihilfe in Zahlen

Grundlage ist die Statistik der Bundesagentur für Arbeit: 2009 bekamen noch 119.000 Azubis in der Erstausbildung Geld vom Staat dazu – die sogenannte Berufsausbildungsbeihilfe – 2018 waren es nur noch rund 56.000. Die Beihilfe bekommen junge Menschen in der Ausbildung, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, weil der Ausbildungsort zu weit weg ist oder weil sie schon eigene Kinder haben.

Jetzt sollen die Fördersätze erhöht werden

Der Bundestag will an diesem Donnerstag eine von der großen Koalition geplante Erhöhung der Sätze beschließen. Ab August sollen bedürftige Azubis maximal 716 Euro im Monat zu ihrer Ausbildungsvergütung vom Staat dazubekommen. Im Moment liegt der Höchstbetrag noch bei 622 Euro.

Die Arbeitsmarktexpertin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, kritisierte die Erhöhung in der „Saarbrücker Zeitung“ als zu niedrig. Es werde lediglich die Inflation ausgeglichen. Außerdem müssten die Fördersätze kontinuierlich angepasst werden, sonst „fallen zwangsläufig immer mehr Menschen aus der Förderung heraus“.

Weitere Informationen

statistik.arbeitsagentur.de
Statistik Bundesagentur für Arbeit

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