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Kein verpflichtender Test für alte Autofahrer

Wenn es nach Bundesverkehrsminister Scheuer geht, wird es keinen verpflichtenden Fahrtest für Senioren geben. Er setzt auf Eigenverantwortung.

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Hände umfassen ein Autolenkrad. Bild: IMAGO / Addictive Stock

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Berlin (dpa). Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) lehnt verpflichtende Fahrtests für ältere Autofahrer ab. „Einen Verkehrstest für Senioren wird es mit mir nicht geben“, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Aus der Unfallstatistik ergeben sich keine Auffälligkeiten. Unfälle können einem 21 Jahre alten Fahrer genauso passieren wie einer 81 Jahre alten Fahrerin.“

Eigenverantwortung statt Pflichttest

Er setze auf Eigenverantwortung, sagte Scheuer. Das bedeute, „dass jeder immer wieder selbst seine Fitness und seine Fähigkeiten im Straßenverkehr überprüft“. Eine Verpflichtung, dies ab einem bestimmten Alter zu machen, komme nicht infrage.

Über Fahrtests für betagte Autofahrer wird immer wieder mal diskutiert. In Großbritannien gab es kürzlich eine solche Debatte, nachdem Prinz Philip einen Unfall hatte, bei dem der 97-Jährige selbst am Steuer saß.

Autonom fahrendes Auto bald Realität?

Scheuer rechnet nach eigener Aussage damit, dass ältere Menschen dank autonomen und automatisierten Systemen „in naher Zukunft (...) nicht mehr unbedingt selbst fahren müssen“. Gerade auf dem Land könnten Ältere so mobil bleiben.

„Sie rufen ein autonom fahrendes Auto, können mit Freunden oder Nachbarn einsteigen und sich zu Apotheke oder Supermarkt bringen lassen. Das wird bald Realität werden und ist die größte Chance, um gleichwertige Lebensverhältnisse herzustellen“, sagte der Verkehrsminister.


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