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Krise drückt Zahl der Erwerbstätigen

Die Pandemie hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt. In Branchen wie Handel, Gastgewerbe und Verkehr ist der Beschäftigungsrückgang massiv.

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Wiesbaden (dpa). Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland ist in der Corona-Krise zum Jahresende 2020 gefallen. Im vierten Quartal gab es 44,8 Millionen Erwerbstätige und damit saisonbereinigt 1,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Gegenüber dem Schlussquartal 2019 vor der Pandemie entspreche das einem Rückgang von 744.000 Erwerbstätigen. Der saisonbereinigte Anstieg der Erwerbstätigen zum dritten Quartal 2020 sei zudem schwach ausgefallen (plus 21.000).

Der Rückgang der Erwerbstätigkeit zum Vorjahreszeitraum gehe vor allem auf die sinkende Zahl von Arbeitnehmern zurück, die um 553.000 auf 40,9 Millionen Personen sank. Insbesondere geringfügig entlohnte und kurzfristig beschäftigte Menschen, aber auch sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verloren in der Pandemie ihren Job. Zudem sank sei Zahl der Selbstständigen kräftig.

Die Pandemie hinterlässt Spuren auf dem Arbeitsmarkt

In der Dienstleistungsbranche gab es deutlich Beschäftigungsverluste, allen voran im Handel, Verkehr und Gastgewerbe, in der Zeit- und Leiharbeit sowie in der Finanzbranche. Im Bereich öffentliche Dienstleister, Erziehung und Gesundheit wurden dagegen Zuwächse verzeichnet. Im Produzierenden Gewerbe setzte sich der Rückgang der Erwerbstätigkeit fort, während am Bau mehr Menschen arbeiteten.

Schon im zweiten und dritten Quartal hatte die Pandemie Spuren hinterlassen: Damals war die Zahl der Erwerbstätigen um 1,4 beziehungsweise 1,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum gesunken. Kurzarbeiter werden aber als Erwerbstätige gezählt, betonten die Wiesbadener Statistiker.

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