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Kurzarbeitergeld: Tarif-Betriebe stocken häufiger auf

Studie: Betriebe mit Tarifbindung oder Betriebsrat waren eher dazu bereit, das Kurzarbeitergeld während der Corona-Krise aufzustocken.

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Antrag auf Kurzarbeitergeld, darauf liegen ein Kugelschreiber sowie Münzen und Geldscheine.

© Nicht definiert

Nürnberg (dpa). Kurzarbeiter sind während der Corona-Pandemie deutlich häufiger in den Genuss einer Aufstockung des Kurzarbeitergeldes durch ihren Arbeitgeber gekommen, wenn dieser tarifgebunden ist oder es dort einen Betriebsrat gibt. Das fanden Wissenschaftler für eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler Stiftung heraus.

Tarifunternehmen zahlen mehr

Insgesamt hätten im Juni auf dem Höhepunkt der Kurzarbeit knapp die Hälfte der Befragten (46 Prozent) eine Aufstockung von ihrem Arbeitgeber erhalten. In Betrieben mit Tarifbindung seien es aber 58 Prozent gewesen, in Unternehmen ohne Tarifbindung nur 34 Prozent. Bei Betrieben, die einen Betriebsrat haben, lag die Quote bei 60 Prozent, ohne Betriebsrat bei 32 Prozent, ermittelten die Wissenschaftler.

Kurzarbeit verlagert sich auf größere Industriebetriebe

Insgesamt hatten während der ersten Corona-Welle im Frühjahr vor allem kleinere Betriebe Kurzarbeit in Anspruch genommen. Damit bestätigte die Studie bereits bekannte Aussagen etwa der Bundesagentur für Arbeit. Inzwischen gehen Volkswirte aber davon aus, dass die Kurzarbeit sich wieder – wie schon etwa in der Finanzkrise vor zehn Jahren – auf größere Industrieunternehmen konzentriert.

Zuerst hatten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe über die Studie der Böckler-Stiftung berichtet.

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