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Lohnfortzahlung: Kosten seit 2010 stark gestiegen

Erkrankte Mitarbeiter kosten die Unternehmen in Deutschland nach einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft immer mehr Geld.

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Steigende Stapel von Münzen mit roter Kurve, im Hintergrund Mann mit Ordner und Taschenrechner. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andriy Popov

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Berlin (dpa). Die Arbeitgeberkosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zwischen 2010 und 2018 hätten sich die Ausgaben der Unternehmen für die Lohnfortzahlung von 37 Milliarden Euro im Jahr auf knapp 62 Milliarden Euro erhöht, heißt es in einer noch unveröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), die der „Rheinischen Post“ (Montag) vorliegt. Demnach wurden 2018 fast 52 Milliarden Euro an Bruttogehältern und weitere zehn Milliarden Euro an Sozialversicherungsbeiträgen für erkrankte Mitarbeiter gezahlt.

Der leicht erhöhte Krankenstand ist nicht der einzige Grund

„Nicht nur ein leicht erhöhter Krankenstand, sondern auch die günstige Beschäftigungsentwicklung sowie die jährlichen Lohnsteigerungen treiben die Kosten“, heißt es in der Studie. Fehlt ein Mitarbeiter krankheitsbedingt, zahlt der Arbeitgeber laut Gesetz das volle Gehalt für bis zu sechs Wochen weiter – erst danach springt die gesetzliche Krankenversicherung ein. Da seit dem 1. Januar 2019 auch der Zusatzbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung paritätisch finanziert werde, dürfte der Anstieg der Aufwendungen für das Jahr 2019 noch höher ausfallen, teilte das Institut mit.

Weitere Informationen

www.iwkoeln.de
Studie des IW Köln

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