Ihre-Vorsorge Logo

Migranten für Arbeitsmarkt von immer größerer Bedeutung

Fünf Prozent der globalen Arbeitsbevölkerung besteht aus Ausländern. Sie spielen eine wichtige Rolle in den Gastländern, etwa im Gesundheitswesen.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Seniorin wird von Pflegerin der Rücken mit einem Waschlappen gewaschen. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

© Nicht definiert

Genf/Berlin (dpa). Die Zahl der Migrantinnen und Migranten, die fernab ihrer Heimat arbeiten, ist innerhalb von zehn Jahren rasant gestiegen. Darauf verweist das Migrationsanalysezentrum der UN-Organisation für Migration (IOM) in Berlin. Zudem sind die Überweisungen der Migranten in ihre Heimatländer höher als die ausländischen Investitionen und die Entwicklungshilfe in ihren Heimatländern zusammen, wie die IOM am Donnerstag berichtete.

Die Zahl der arbeitenden Migranten weltweit lag 2020 bei fast 170 Millionen, berichtete die IOM unter Verweis auf Daten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Das seien mehr als dreimal so viele wie 2010 (damals 53 Millionen). Ausländer machten fünf Prozent der globalen Arbeitsbevölkerung aus, nach zwei Prozent 2010.

Anteil von Migrantinnen und Migranten im Gesundheitssektor besonders hoch

In der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, welche wichtigen Rolle sie in den Gastländern spielen: So seien in Großbritannien ein Drittel aller Ärzte Ausländer, berichtet IOM unter Bezug auf OECD-Zahlen. Auch in Deutschland, den USA, Frankreich, Spanien und Italien sei der Anteil der Ausländer am Gesundheitspersonal beträchtlich.

Insgesamt hätten Migrantinnen und Migranten in 2020 rund 540 Milliarden Dollar (476 Mrd. Euro) in die rund 50 Länder mit niedrigem bis mittlerem Einkommen überwiesen. Dies sind Länder mit einem Bruttonationaleinkommen pro Kopf und Jahr bis zu rund 4000 Dollar. Im gleichen Jahr betrugen Investitionen und Entwicklungshilfe zusammen rund 440 Milliarden Dollar. In Ländern wie El Salvador, dem Libanon Kirgistan, Tadschikistan und Tonga machten solche Überweisungen mehr als ein Viertel des gesamten Bruttoinlandsprodukts aus, berichtete IOM unter Bezug auf Daten der Weltbank.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Rund 6.700 Schülerinnen und Schüler wurden im vergangenen Jahr auf Kompetenzen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet. Im internationalen Vergleich fällt der Negativtrend in Deutschland besonders stark aus.

Time
4 Minuten

Krieg, Klimawandel, Sorgen um den Job: Junge Erwachsene haben Zukunftsängste. Das ist ein Grund, weshalb die erhoffte Zahl an Kindern je Frau hierzulande auf rund 1,7 gefallen ist.

Time
1 Minuten

Jede neunte Erwerbsperson in Deutschland will mehr oder aber weniger arbeiten. Und eine Mehrheit derjenigen, die gern reduzieren möchten, würde dafür auch die entsprechenden Lohneinbußen in Kauf nehmen.

Time
1 Minuten

Die Zahl der Arbeitslosen ist zuletzt gestiegen. Zugleich fehlen in Deutschland vielerorts Fachkräfte. In drei Jahren dürften es einer Untersuchung zufolge noch weit mehr sein.

Time
5 Minuten

Plötzlich der Gedanke, das Gefühl: Ist es das jetzt, das Alter? Die Psychologie-Professorin Jana Nikitin verrät, wie aus dem Schreck ein Gewinn wird und neue Klarheit und Freiheit entstehen.

Time
3 Minuten

Betriebsräte haben gesetzlich festgelegte Rechte, im Unternehmen mitzubestimmen. Den Arbeitgebern geht vieles zu langsam, manches auch zu weit. Sie dringen auf eine Reform.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026