Berlin (dpa). Für 57 Prozent der Befragten wurde die Pflege nach eigenem Bekunden in der Pandemie zeitlich aufwendiger, wie eine Analyse der Universität Bremen für die Krankenkasse DAK-Gesundheit ergab. Hintergrund sei unter anderem, dass professionelle Hilfe etwa von Pflegediensten nicht in gewohntem Umfang in Anspruch genommen werden konnte. Der eigene Gesundheitszustand hat sich demnach nun für 11 Prozent der pflegenden Angehörigen „erheblich“ verschlechtert, für 41 Prozent „etwas“. Als „nicht verändert“ beschrieben ihn 47 Prozent.
Belastungsgrenze seit Corona überschritten
Studie: Über 1.000 pflegende Angehörige online befragt
Laut der Studie gab ein Großteil der Befragten auch an, dass Pflege und Beruf durch die Pandemie noch schwieriger zu vereinbaren seien. Für die Untersuchung des Bremer Gesundheitsökonomen Heinz Rothgang wurden den Angaben zufolge vom 8. Juni bis 12. August 1.296 Menschen per Online-Fragebogen befragt – im Blick standen zu Hause Pflegende im erwerbsfähigen Alter bis 67 Jahren. Zuvor waren demnach insgesamt 24.500 Menschen angeschrieben worden, die als Pflegepersonen von pflegebedürftigen DAK-Versicherten registriert sind.
