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Selbstzweifel im Job: Warnsignale für toxische Strukturen

Schlechte Stimmung im Job, Selbstzweifel und Stress: Liegt das an mir oder an der vergifteten Arbeitsatmosphäre? Eine Expertin erklärt, wie man toxische Strukturen im Job erkennen kann.

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Junge Frau sitzt in einem Großraumbüro vor einem Bildschirm und hält einen Kugelschreiber in der Hand.

© Nicht definiert

Hamburg (dpa/tmn). Liegt es an meiner Angst und mir, dass ich im Job manchmal wie gelähmt bin – oder an der toxischen, also quasi wie Gift wirkenden Führungskultur im Unternehmen? Das zu unterscheiden, sei nicht immer leicht, sagt Diplom-Psychologin und Business-Coachin Elke Overdick.

Es gibt aber einige Signale, auf die Beschäftigte achten können. Zunächst einmal: Agiert die Führungsebene im Unternehmen oder Betrieb toxisch, seien in der Regel mehrere Mitarbeitende betroffen. „Da hilft es, sich auch einmal mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, wie es ihnen geht“, rät Overdick.

Eine toxische Führung zeige in der Regel mehrere der folgenden Merkmale:

  • Machtungleichgewicht (die Führungskraft nutzt ihre Machtposition aus)
  • Manipulation und Kontrolle
  • emotionaler Missbrauch wie Demütigungen vor der Gruppe und stetige Kritik
  • Unberechenbarkeit in Bezug auf Verhalten und fehlende Unterstützung

Atmosphäre der Angst hat Folgen

Die Auswirkungen einer toxischen Führungskultur beschreibt die Coachin so: Schnell leidet bei Mitarbeitenden der Selbstwert. Selbstzweifel wachsen. Es könne zu Angst und Niedergeschlagenheit und damit verbundener Antriebslosigkeit kommen. Diese psychischen Auswirkungen können wiederum zu starkem körperlichen Stresserleben führen. Das zeigt sich etwa in Muskelverspannungen, Verdauungsproblemen oder Schlafstörungen.  

In einer solchen Situation ist es wichtig, sich Hilfe zu holen. Vielleicht helfen Gespräche mit anderen Betroffenen im Unternehmen. Aber auch Arbeitnehmervertretungen oder externe Beratungsstellen können Anlaufstellen sein.  

Bestehende toxische Strukturen zu verändern, ist aber nicht immer einfach oder gar realistisch. In einem solchen Fall bleibt oft nur ein Jobwechsel als Ausweg. 


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