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Umfrage: Viele Mütter würden länger arbeiten

Mehr Frauen in Arbeit – und das nicht nur ein paar Stunden die Woche: Das sei ein wichtiger Hebel gegen Fachkräftemangel, heißt es immer wieder. Doch wie sehen das die Betroffenen?

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Mutter steht in Businesskleidung mit ihrem Kleinkind auf dem Arm vor einem Laptop.

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Viele Mütter in Teilzeit würden laut einer Umfrage mehr arbeiten, wenn besser auf ihre Bedürfnisse eingegangen würde. Demnach würden 17 Prozent der Mütter unter den bestehenden Bedingungen ihre Arbeitszeit gern erhöhen. Wenn sich betriebliche Bedingungen verbessern würden, etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle, wären laut der Prognos-Umfrage sogar 45 Prozent der Mütter dazu bereit. Die Ergebnisse der im Auftrag des Bundesfamilienministeriums durchgeführten Befragung liegen der Deutschen Presse-Agentur vor. 

Das Wirtschaftsforschungsunternehmen hatte im Frühjahr 2025 über 1.500 teilzeitbeschäftigte Mütter befragt. Gegenstand der laut Prognos repräsentativen Befragung waren etwa Motiven für Teilzeitarbeit und Arbeitsbedingungen unterschieden je nach Alter der Kinder.

Je jünger das jüngste Kind ist, desto höher ist demnach der Anteil der Mütter, die bei verbesserten betrieblichen Bedingungen ihre Arbeitszeit aufstocken würden. So sind laut der Umfrage 48 Prozent der Mütter, deren jüngstes Kind unter 12 Jahre alt ist, bereit, die Arbeitszeit zu erhöhen. Bei Müttern mit älteren Kindern sinkt die Bereitschaft auf 38 Prozent.

Warum Teilzeit?

Als Hauptgrund für Teilzeitbeschäftigung wird von den meisten Müttern laut der Umfrage zunächst das Bedürfnis nach mehr Zeit für die Kinder genannt (39 Prozent bei den Müttern mit unter zwölfjährigen Kindern). 

Mit zunehmendem Alter der Kinder jedoch gewinnen demnach andere Motive an Bedeutung: gesundheitliche Aspekte und der Wunsch nach mehr Zeit für Hobbys und Freizeit (sieben bis acht Prozent der Mütter mit älteren Kindern).

„Grundsätzlich wird Teilzeit als attraktives Modell geschätzt“, stellt die Studie fest. „Doch bleiben einige Teilzeitbeschäftigte hinter ihren Arbeitszeitwünschen zurück und arbeiten weniger Stunden als sie eigentlich möchten.“ 

Was Arbeitgeber tun können

Für die Studienautoren ist klar: „Die Stärkung der Erwerbstätigkeit von Müttern setzt ein bedeutendes Potenzial für den Arbeitsmarkt frei.“ Bereits in den vergangenen Jahrzehnten hätten Mütter ihre Erwerbstätigkeit deutlich erweitern können.
Doch Unternehmen können nach Ansicht der Forschenden den Bedürfnissen der Beschäftigten noch stärker entgegenkommen – und zwar mit „zeit- und ortsflexible Arbeitsarrangements“. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf könnte so verbessert, die Zufriedenheit von Beschäftigten gesteigert werden.

Mehr Autonomie für die Beschäftigten zähle zu den „Attraktivitätsmerkmalen von Arbeitgebern“. So ist laut der Umfrage für viele Mütter auch wichtig, eine erhöhte Arbeitszeit bei Bedarf auch wieder reduzieren zu können. 40 Prozent sagen, dies treffe voll zu – unabhängig vom Alter der Kinder.


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