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Axa überträgt Teil deutscher Lebensversicherungen an Abwickler

Nach Zurich will auch Axa Lebens- und Rentenversicherungen loswerden. Betroffen sind rund 900.000 Kunden.

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Gruppe von Menschen stehen um einen Tisch mit Finanzcharts, Taschenrechner, Laptop, Smartphone und Stift.

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Köln (dpa). Kurz nach dem Versicherer Zurich will auch der Konkurrent Axa einen Teil seines deutschen Lebensversicherungsgeschäfts an einen Abwickler übertragen. Dabei gehe es um rund 900.000 klassische Lebens- und Rentenversicherungsverträge der ehemaligen DBV Winterthur, teilten Axa Deutschland und der Abwickler Athora am Freitag mit. Athora solle die Verträge mit Deckungsrückstellungen von rund 14 Milliarden Euro bis zum Ablauf weiterführen. Dieser Vertragsbestand sei bereits seit 2013 geschlossen. Seitdem kamen keine reinen Neuverträge hinzu. Axa hatte die DBV Winterthur Leben 2006 übernommen.

Für den Vertragsbestand bezahlt Athora nach eigenen Angaben 610 Millionen Euro. Hinzu komme voraussichtlich ein Gewinn von rund 50 Millionen Euro aus dem Bestand für dieses Jahr. Wenn die Aufsichtsbehörde Bafin zustimmt, soll der Deal bis Ende 2023 vollzogen werden. Axa will in einer Übergangsphase bis 2028 noch den Service für die Kunden übernehmen. Danach sollen die betroffenen Mitarbeiter die Möglichkeit erhalten, im Konzern andere Aufgaben zu übernehmen. Die ebenfalls zu Axa gehörende Deutsche Beamtenversicherung (DBV) soll hingegen im Unternehmen verbleiben.

Lebensversicherung mit Garantiezins ist ein Auslaufmodell

Erst Ende Juni hatte der Schweizer Versicherer Zurich bekanntgegeben, dass er rund 720.000 Lebensversicherungsverträge der Konzerntochter Zurich Deutscher Herold an den Abwickler Viridium übertragen will. Viridium hatte bereits 2019 mehrere Millionen Verträge von Generali Deutschland übernommen.

Angesichts jahrelanger Niedrigzinsen ist die klassische Lebensversicherung mit Garantiezins zum Auslaufmodell geworden. Die Unternehmen ächzen unter hohen Garantiezusagen für Altkunden und bieten solche Verträge im Neugeschäft meist gar nicht mehr an. Stattdessen konzentrieren sie sich bei Lebens- und Rentenversicherungen auf fondsgebundene Verträge und andere Produkte mit abgespeckten Garantien.

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