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ADAC findet große Preisunterschiede im Nahverkehr

Preisunterschiede mit Abweichungen um mehr als 100 Prozent gab es bei den ÖPNV-Tickets 2021 in den deutschen Großstädten.

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München (dpa). Die Fahrpreise für Busse und Bahnen in den deutschen Großstädten unterscheiden sich nach einer Untersuchung des ADAC  erheblich. Die Ticketpreise im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wichen teils um mehr als 100 Prozent voneinander ab, teilte der Automobilclub am Donnerstag in München mit. „Und das, obwohl die Leistungen überwiegend gleichwertig sind.“

Der ADAC hat nach eigenen Angaben die ÖPNV-Preise in 21 Großstädten mit mehr als 300.000 Einwohnern verglichen und dabei festgestellt, dass es keine einheitliche Preisgestaltung gebe. So koste eine Kurzstrecke Erwachsene in Bremen, Stuttgart und Frankfurt am Main nur 1,50 Euro, in Berlin, Leipzig, Bonn und Köln hingegen 2 Euro. Auffällig ist auch, dass Hamburg mit 2,40 Euro den günstigsten Einzelfahrschein für Erwachsene anbietet, mit 112,80 Euro aber die teuerste Monatskarte hat.

Weit entfernt von einheitlichen Ticketpreisen

Die größten Preisunterschiede wurden bei den Wochenkarten entdeckt: In München fahren Erwachsene für 17,80 Euro, in Berlin für 36 Euro. Wer ein Fahrrad mit in Bus und Bahn nehmen will, braucht in Frankfurt, Hamburg und Hannover gar nichts zahlen. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, zu dem unter anderem Düsseldorf, Essen und Dortmund zählen, verlangt 3,60 Euro für das Zweirad.

Die Untersuchung zeige, dass die Städte „von einheitlichen ÖPNV-Ticketpreisen noch meilenweit entfernt“ seien, betonte der ADAC. „Für den Verbraucher und die Attraktivität des ÖPNV insgesamt wäre eine Vereinheitlichung der Preise auf möglichst niedrigem Niveau wünschenswert.“


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