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Analyse: Ab 5.294 Euro gehört man zu den Einkommensstärksten

Mit einem Einkommen von mehr als 5.294 Euro netto gehört ein Paar statistisch gesehen zur Oberschicht. Aber fühlt sich das schon „reich“ an?

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Zwei Frauen halten Einmachgläser mit Geld vor sich. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

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Köln (dpa). Wer als kinderloses Paar netto mehr als 5.294 Euro im Monat an Einkommen zur Verfügung hat, ist damit besser gestellt als 90 Prozent der Menschen in Deutschland. Dies ist das zentrale Ergebnis einer Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, über die zuvor auch der „Spiegel“ berichtete. Bei Alleinlebenden liegt diese Schwelle demnach bei 3.529 Euro Haushaltsnettoeinkommen. Für ihre Analyse haben die Forscher die aktuell verfügbaren Daten aus der Haushaltsbefragung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) neu ausgewertet.

Reichtum ist eine Frage der subjektiven Wahrnehmung

Unabhängig davon, ab welcher Einkommensschwelle man von Reichtum spricht, ordnen sich den Wissenschaftlern zufolge nur wenige Menschen selbst der Oberschicht oder den Reichen zu. „Bei Einschätzungen zum Thema Reichtum gehen Daten und Wahrnehmung besonders weit auseinander“, sagt die an der Auswertung beteiligte IW-Verteilungsexpertin Judith Niehues. „Kaum jemand empfindet sich selbst als reich, gleichzeitig glauben viele, dass sehr große Teile der Bevölkerung reich sind.“

Die Coronakrise verschärft die Schere zwischen Arm und Reich

Eine Expertin der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung weist darauf hin, dass sich bestehende Ungleichheiten durch die Coronakrise weiter verschärfen dürften. „Nach einem Jahrzehnt mit kräftigem Wirtschaftswachstum und Rekordbeschäftigung ist die Ungleichheit in Deutschland weiter so hoch, dass man damit nicht zufrieden sein kann“, sagte die wissenschaftliche Direktorin der Stiftung, Bettina Kohlrausch, der Deutschen Presse-Agentur.

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