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Bus- und Bahnfahrten werden 2027 vielerorts wieder teurer

Nicht nur das Deutschlandticket wird kommendes Jahr teurer. Große Verkehrsverbünde heben auch die Preise für Mehrfach- und Einzeltickets an. Wie deutlich wird der Preissprung?

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S-Bahnhof München, Donnersberger Brücke. Bild: IMAGO / Wolfgang Maria Weber

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Berlin (dpa). Viele Pendler müssen für Bus- und Bahnfahrten im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im kommenden Jahr erneut mehr zahlen – allerdings fallen die Preiserhöhungen mancherorts moderater aus als in den vergangenen Jahren. Mehrere große Verkehrsverbünde haben bereits Preissteigerungen angekündigt. Das betrifft etwa die Metropolregionen Berlin, München oder das Ruhrgebiet. Auch das Deutschlandticket – ein bundesweit gültiges ÖPNV-Monatsabo – wird teurer. 

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) etwa erhöht die Fahrpreise zum kommenden Jahr im Schnitt um 3,72 Prozent. Der Preis fürs Einzelticket ändert sich nicht und bleibt bei 4,00 Euro für den Stadtbereich. Deutlich teurer wird dafür das Vier-Fahrten-Ticket: Der Preis soll um 80 Cent auf 13,20 Euro steigen.

Preis fürs Eezy-Ticket im VRR bleibt stabil

In Nordrhein-Westfalen sind viele Fahrtgäste inzwischen mit dem sogenannten Eezy-Ticket unterwegs. Sie zahlen dabei über alle Verbundgrenzen hinweg nur für die tatsächlich zurückgelegte Strecke, nicht für einzelne Tarifgebiete. Der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hat angekündigt, den Preis für das Eezy-Ticket stabil halten zu wollen. Ansonsten sollen die Ticketpreise um durchschnittlich 4,9 Prozent steigen. 

Im Großraum München fällt die Preiserhöhung mit fast 5 Prozent noch etwas stärker aus. Auch hier bleibt der Einzelticketpreis stabil, nur die Mehrfahrtenkarten werden teurer, wie der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) mitteilte. Die sogenannte Streifenkarte für die Zone M kostet ab Januar 21 Euro statt wie bisher 18,70 Euro. Die digitale Variante wird hingegen für 19,50 Euro angeboten. Auch die Monatskarten werden teurer. 

Auch in Nürnberg und Hamburg steigen die Preise

Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) wiederum hebt die Preise um durchschnittlich 5,86 Prozent an. Das betrifft nur Einzelfahrkarten bestimmter Preisstufen. Die Erhöhungen bewegen sich den Angaben zufolge zwischen 10 und 20 Cent. 

Auch in Hamburg wird der Nahverkehr etwas teurer, allerdings betrifft das laut Hamburger Verkehrsverbund nur wenige Tickets. „Die Preise für den Nahbereich und die besonders häufig verkauften Einzel- und Tagestickets Hamburg AB / 2 Ringe bleiben unverändert“, teilte der Verbund mit. Um jeweils 10 Cent steigen dafür unter anderem die Einzeltickets Kurzstrecke und City/Stadtverkehr. Auch Kinderfahrkarten werden teurer.

Als Grund für die steigenden Preise nennen die Verbünde erneut vor allem die gestiegenen Kosten. Die wirtschaftliche Lage bleibe angespannt, teilte etwa der VRR mit. „Steigende Personal-, Energie- und Sachkosten erhöhen den Finanzierungsbedarf im Nahverkehr erheblich.“

In einigen Verbünden fallen Preissteigerungen moderat aus

Im Vergleich zu den Vorjahren halten sich die Preissteigerungen zumindest bei einigen Verbünden aber in Grenzen. Beim VBB, dem größten deutschen Verkehrsverbund, stiegen die Preise zum Januar dieses Jahres im Schnitt um 6 Prozent und damit deutlich stärker als die jüngst verkündeten Erhöhungen für 2027. Auch beim HVV in Hamburg fallen die Erhöhungen zum Januar deutlich moderater aus als in diesem Jahr. Der Rhein-Main-Verkehrsverbund wiederum hat sogar angekündigt, die Preise zu Beginn des kommenden Jahres gar nicht anzupassen. 

Teurer wird auch das sogenannte Deutschlandticket. Dabei handelt es sich um ein bundesweit gültiges ÖPNV-Abo. Der Monatspreis steigt zum Januar von derzeit 63 Euro auf dann 66,80 Euro.


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