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„Deutschlandticket braucht eine dauerhafte Finanzierung“

Die rot-grüne Minderheitsregierung und die Union stellen die Finanzierung des Deutschlandtickets sicher – aber nur für 2025. Der Verkehrsminister pocht auf eine dauerhafte Lösung – und bekommt Gegenwind aus Bayern.

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Roter Zug der Deutschen Bahn steht an einem Bahnhofsgleis. Bild: IMAGO / Martin Wagner

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Berlin (dpa). Im Streit um die Finanzierung des Deutschlandtickets hat sich Bundesverkehrsminister Volker Wissing für eine rasche, dauerhafte Lösung ausgesprochen. „Es muss jetzt ganz schnell eine Lösung her, damit es das Ticket auf Dauer gibt“, sagte der parteilose Minister der „Augsburger Allgemeinen“. Die ständigen Debatten um Zukunft und Finanzierung der Dauerkarte verunsicherten die Menschen nur.

Die rot-grüne Minderheitsregierung hatte sich zuvor mit der Union darauf verständigt, nötige Schritte für eine Finanzierung für das kommende Jahr auf den Weg zu bringen. Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz machte aber deutlich, dass er schwierige Verhandlungen zur Finanzierung des bundesweit gültigen Tickets über 2025 hinaus erwartet. CSU-Chef Markus Söder hatte gesagt, auf Dauer könne das Ticket kaum gehalten werden. Wenn das Ticket eine Zukunft haben solle, dann nur, wenn der Bund die Kosten vollständig übernehme.

Wissing: Deutschlandticket vor allem auf dem Land ein Vorteil

Wissing sagte: „Das Deutschlandticket liegt übrigens im Interesse der Länder, weil es einen Digitalisierungsschub gebracht hat und die Benutzung von Bus und Bahn einfach macht.“ Dass vor allem Stadtbewohner und -bewohnerinnen profitierten, stimme nicht. „Der Kosteneffekt im ländlichen Raum ist größer“, sagte Wissing.

Bei der CSU sorgt diese Aussage für Unverständnis: „Ich bin es leid, mir von Bundespolitikern aus dem fernen Berlin erklären zu lassen, was bei uns hier in Bayern gut für den ländlichen Raum ist“, teilte Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter mit. Es sei Fakt, dass die Karte vor allem in Ballungszentren angenommen werde. „Die Menschen im ländlichen Raum freuen sich nicht über einen theoretischen Kosteneffekt, sondern über einen Bus oder eine Bahn, die tatsächlich fahren“, so der CSU-Politiker.

Seit Mai 2023 kann mit dem Deutschlandticket der öffentliche Nahverkehr im ganzen Land genutzt werden – unabhängig von Bundesland, Verkehrsverbund oder Tarifgebiet. Aktuell kostet es in der Regel 49 Euro im Monat, im neuen Jahr sollen es nach einem Beschluss der Länder-Verkehrsminister dann 58 Euro sein.


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