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Häuser und Wohnungen immer teurer

Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland ist ungebrochen. Käufer von Wohnungen oder Häusern müssen immer tiefer in die Tasche greifen.

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Neues Wohngebiet bei Sonnenuntergang. Bild: IMAGO / blickwinkel

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Wiesbaden (dpa). Der Ansturm auf Immobilien in Deutschland treibt die Preise immer weiter nach oben. Häuser und Wohnungen in Deutschland wurden erneut sowohl in den Ballungsräumen als auch auf dem Land deutlich teurer, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Demnach zogen die Preise für Wohnimmobilien im zweiten Quartal kräftig um 5,2 Prozent an gemessen am Vorjahreszeitraum.

Besonders starker Preisanstieg in Großstädten

Besonders stark kletterten die Preise laut der Wiesbadener Behörde in den sieben größten Städten der Republik. In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf verteuerten sich Ein- und Zweifamilienhäuser binnen Jahresfrist um zehn Prozent, für Eigentumswohnungen mussten Käufer 8,6 Prozent mehr zahlen. Nicht ganz so stark fiel der Anstieg in den anderen kreisfreien Großstädten ab 100.000 Einwohnern aus. Dort wuchsen die Preise für Eigentumswohnungen und Häuser um rund 7 Prozent.

Auch auf dem Land werden Immobilien teurer

Der Immobilienboom hat inzwischen aber nicht nur die gefragten Großstädte, sondern auch das Land erfasst: In dünn besiedelten ländlichen Kreisen wurden Eigentumswohnungen und Häuser im Durchschnitt um jeweils 4,2 Prozent teurer, so die Statistiker.

Historisch niedrige Zinsen, der Zuzug in die Städte sowie die gute Konjunktur treiben den Immobilienboom seit geraumer Zeit an. Das treibt die Preise hoch – im ersten Quartal im Bundesschnitt um gut 5 Prozent. Zudem sind Wohnungen vielerorts knapp.

Sozialer Wohnungsbau: Versprochene Offensive der Politik gescheitert?

Um die große Nachfrage zu stillen, müssen nach Einschätzung von Politik und Bauwirtschaft jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen in Deutschland entstehen. Doch bislang hat die Bundesregierung ihr Ziel eines kräftigen Neubaus verfehlt. Vergangenes Jahr wurden 285.900 Wohnungen fertig gestellt, immerhin der höchste Stand seit 2002.

Gebremst wird der Neubau etwa dadurch, dass Flächen in Ballungsräumen kaum frei sind und Handwerker in der Flut der Aufträge kaum nachkommen. Hausbauer warten daher oft Monate auf Handwerker.

Zuletzt gab es schlechte Vorzeichen im Kampf gegen die Wohnungsnot: Von Januar bis Juli sank die Zahl der Baugenehmigungen laut Statistischem Bundesamt um 3,4 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum. Rund zwölf Monate nach dem Wohngipfel im Kanzleramt habe sich nichts geändert, hatte der Deutsche Mieterbund kritisiert. Die versprochene Offensive von Bund, Ländern und Kommunen sei „krachend gescheitert“.

Weitere Informationen

www.destatis.de
Bundesamt zu Preisen für Wohnimmobilien Q2/2019

www.destatis.de: Pressemitteilung
Destatis zu Baugenehmigungen vom 19.9.

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