Ihre-Vorsorge Logo

Ifo-Institut rechnet nur noch mit 2,5 Prozent Wachstum

Die Wirtschaftsforscher senken ihre Prognose deutlich. Die erwartete Erholung der Konjunktur lässt auf sich warten.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Skyline in Frankfurt mit Bankenviertel und Gebäude der Europäischen Zentralbank im Vordergrund. Bild: IMAGO / Westend61

© Nicht definiert

München (dpa). Das Ifo-Institut hat seine Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft gesenkt. In diesem Jahr dürfte die Wirtschaftsleistung nur um 2,5 Prozent zulegen – 0,8 Prozentpunkte weniger als bisher vorhergesagt. „Die ursprünglich für den Sommer erwartete kräftige Erholung nach Corona verschiebt sich weiter“, sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser am Mittwoch.

2020 war die Wirtschaftsleistung Deutschlands um 4,9 Prozent zum Vorjahr eingebrochen. Für 2022 erhöhten die Wirtschaftsforscher ihre Wachstumsprognose um 0,8 Punkte auf 5,1 Prozent.

Lieferengpässe bremsen die Produktion

„Derzeit schrumpft die Produktion der Industrie als Folge von Lieferengpässen bei wichtigen Vorprodukten“, sagte Wollmershäuser. Die weltweite Nachfrage nach langlebigen Konsumgütern und elektronischen Artikeln habe viele Hersteller an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht. Zudem hätten veränderte Warenströme die globalen Lieferketten vor enorme Herausforderungen gestellt.

Auf der anderen Seite erholten sich die Dienstleister. Der Beschäftigungsaufbau dort habe sich im zweiten Quartal kräftig beschleunigt. „Die Konjunktur ist gespalten“, sagte Wollmershäuser. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte dieses Jahr auf 2,6 Millionen und 2022 auf 2,4 Millionen sinken. „Auch die Kurzarbeit wurde spürbar abgebaut und wird im kommenden Jahr ihr Vorkrisenniveau erreichen“, sagten die Wirtschaftsforscher voraus. Die Inflationsrate dürfte in diesem Jahr auf 3,0 Prozent steigen, für das kommende Jahr erwartet das Institut eine Teuerung von 2,3 Prozent.

Auch andere Forschungsinstitute hatten ihre Prognosen jüngst gesenkt. Das RWI in Essen erwartet in diesem Jahr 3,5 Prozent Wirtschaftswachstum, das IWH in Halle 2,2 Prozent und das DIW in Berlin 2,1 Prozent. Eine gemeinsame Herbstprognose wollen die führenden Forschungsinstitute Mitte Oktober vorlegen.


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Die Sparneigung der Bundesbürger ist im September gestiegen. Konsumforscher führen dies vor allem auf die hohen Energiepreise zurück.

Time
4 Minuten

Wer Steuern hinterzogen hat, kann mit einer Selbstanzeige beim Finanzamt straffrei davonkommen. So funktioniert sie Schritt für Schritt.

Time
2 Minuten

Bargeld spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, doch Verbraucher zahlen immer öfter elektronisch oder per Karte, zeigt eine neue Studie. Andere Länder sind aber weit voraus.

Time
2 Minuten

Sprachkurs, Bewerbungsmappe oder doppelte Miete: Was alles zu den Werbungskosten zählt und wann sich die Ausgaben wirklich auszahlen. Experten-Tipps für die nächste Steuererklärung.

Time
3 Minuten

Frankfurt und München galten lange als gefährdet in Sachen Immobilienblasen. Eine neue Studie sieht die Lage nun deutlich entspannter. Dahinter stecken mehrere Gründe.

Time
2 Minuten

Es zeichnet sich ab, dass Haushalte in diesem Jahr fürs Heizen oft mehr bezahlen müssen als 2025. Wer mit Gas heizt, könnte erstaunlicherweise aber noch Glück haben. Eine neue Studie nennt Gründe.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026