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Immer weniger Privatinsolvenzen

Dank der weiterhin guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung bei Privatpersonen geht die Zahl der Privatpleiten kontinuierlich zurück.

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Junges Paar zuhause am Schreibtisch prüft Kosten mit Taschenrechner. Bild: IMAGO / Shotshop / DC_2

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Hamburg/Schwerin (dpa/mv). Die Zahl der Privatpleiten ist in Mecklenburg-Vorpommern erneut leicht und in geringerem Ausmaß als im Bundesdurchschnitt gesunken. Im vergangenen Jahr haben im Nordosten 2.096 Menschen Privatinsolvenz angemeldet – 3,4 Prozent weniger als im Jahr davor, wie die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Bundesweit sank die Zahl der Privatpleiten um 5,4 Prozent. Bereits seit acht Jahren geht die Zahl kontinuierlich zurück. Auch für 2019 rechnet Crifbürgel mit einer weiteren positiven Entwicklung.

Weniger Arbeitslosigkeit, weniger Privatpleiten

„Der erneute Rückgang der Privatinsolvenzen liegt vorrangig an der weiterhin guten Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung bei den Privatpersonen“, sagte Geschäftsführer Christian Bock. Arbeitslosigkeit gilt als eine der Hauptursachen für Privatpleiten.

Mit 166 Fällen pro 100.000 Einwohner wies Bremen die höchste Quote an Privatinsolvenzen auf. Am unteren Ende der Liste stehen Baden-Württemberg und Bayern mit 72 beziehungsweise 73 Pleiten pro 100.000 Einwohner. In Mecklenburg-Vorpommern ist das Risiko, in eine Privatpleite zu rutschen, mit 130 Fällen je 100.000 Einwohner vergleichsweise hoch. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 107.

In die Privatinsolvenz gerät man auch ohne hohe Schulden

Es sei ein Mythos, dass Privatpersonen erst hoch verschuldet sein müssen, um in die Privatinsolvenz zu rutschen, hieß es weiter. Über alle Altersgruppen hinweg liege die durchschnittliche Schuldenhöhe der Betroffenen in Deutschland bei rund 30.000 Euro. Bei den unter 30-Jährigen seien es nur knapp 11.000 Euro.

Weitere Informationen

www.crifbuergel.de
Schuldenbarometer 2018 der Auskunftei Crifbürgel

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