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Inflation bremst Deutschlands Sparer aus

Immer mehr Menschen geben das Sparen auf. Laut einer Umfrage legt jeder Zweite weniger oder gar kein Geld mehr zurück.

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Hände umrahmen ein Sparschwein. Bild: IMAGO / Panthermedia

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Frankfurt/Bonn (dpa). Jeder Zweite (53,9 Prozent) legt derzeit weniger Geld auf die hohe Kante oder kann aktuell gar nichts sparen. Das ergab eine YouGov-Umfrage im Auftrag der zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Postbank.

Der Umfrage zufolge hat fast ein Viertel der Menschen (24,9 Prozent) hierzulande das Sparen eingestellt, weil ihre aktuellen Einnahmen die Ausgaben gerade decken. Mehr als jeder Zehnte (11,1 Prozent) hat nach eigenen Angaben bereits höhere Ausgaben zu stemmen als Einnahmen verfügbar sind und kann daher kein Geld mehr zurücklegen.

Auch mittlere Einkommen betroffen

„Die steigenden Preise belasten Verbraucherinnen und Verbraucher so stark, dass jeder Zweite seine Sparleistungen reduzieren oder ganz einstellen muss. Davon betroffen sind nicht nur Bezieherinnen und Bezieher von geringen sondern auch von mittleren Einkommen“, fasste der Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank für Privat- und Firmenkunden, Ulrich Stephan, zusammen. „Eine wachsende Zahl Sparerinnen und Sparer verfügen nicht mehr über Mittel, die sie dauerhaft anlegen können.“

Größte Preistreiber sind seit Monaten Energie und Lebensmittel. Mehr als ein Drittel (34,7 Prozent) der 2058 Befragten gaben an, sie würden wegen der gestiegenen Preise für Gas, Öl und Strom gerne finanzielle Rücklagen bilden. Dies sei ihnen aber nicht möglich.

„Unsere Umfrage zeigt, dass jeder zweite Mieter beziehungsweise jede zweite Mieterin einer unsanierten Immobilie finanzielle Rücklagen für steigende Energiekosten bilden möchte, aber dazu nicht in der Lage ist“, erläuterte Stephan. Die Bundesregierung will die Menschen mit Preisbremsen für Strom und Gas entlasten.

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