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Mietspiegel: So haben sich die Vergleichsmieten entwickelt

Die Mietpreise ziehen weiter an. Wer einen alten Vertrag hat, kann aber oft noch recht günstig wohnen, sogar in vielen Städten.

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München (rt). Trotz der Corona-Pandemie sind die Mieten im vergangenen Jahr weiter gestiegen – häufig auch für Mieter mit einem alten Vertrag. Für sie sieht es aber oft immer noch besser aus als für viele Neumieter. Das geht aus dem neuen Vergleich der deutschen Mietspiegel hervor, die das Hamburger Immobilienberatungsunternehmen F+B vorgelegt hat.

Mieten steigen weniger stark

Demnach erhöhten sich 2020 die ortsüblichen Vergleichsmieten, eine wichtige Richtgröße für viele Millionen bereits bestehende Mietverhältnisse, um 1,7 Prozent. Der Anstieg habe sich jedoch im Vergleich zu 2019 um 0,1 Prozentpunkte abgeschwächt. Auch bei Neuverträgen waren zuletzt die Mieten nicht mehr ganz so stark gestiegen wie in den Vorjahren.

F+B wertet einmal im Jahr die amtlichen Mietpreisübersichten aus. Dabei analysieren die Immobilienexperten die Nettokaltmieten von Wohnungen mit einer Fläche von 65 Quadratmetern, mittlerer Ausstattung und Lage in Kommunen mit mindestens 20.000 Einwohnern und einem Mietspiegel, der Mietpreise von ähnlich ausgestatteten Immobilien in einem Stadtteil, Bezirk oder einer Gemeinde ausweist. Mietspiegel sind eine der möglichen Grundlagen, um die ortsübliche Vergleichsmiete, also die durchschnittliche Miethöhe je Wohnlage zu ermitteln, die wiederum Vermietern hilft, Mieterhöhungen zu begründen.

Stuttgart vor München – Dresden relativ günstig

Auffällig ist nun, wie stark die so ermittelten Vergleichsmieten in den untersuchten 352 Städten und Gemeinden von den üblicherweise weitaus höheren Neuvertragsmieten abweichen. Während sich die Mietpreise für neu inserierte Wohnungen in den angesagten Groß- und Universitätsstädten bei deutlich über 10 bis mehr als 20 Euro pro Quadratmeter bewegen können, sind die durchschnittlichen Mietpreise viel niedriger.

Teuerste Großstadt nach den F+B-Daten ist Stuttgart. Mieter zahlen dort laut der Untersuchung durchschnittlich 10,38 Euro pro Quadratmeter. In München sind es 9,72 Euro. Noch mehr kostet es in einigen Mietspiegel-Kommunen im Münchner Umland wie Karlsfeld im Landkreis Dachau (10,90 Euro), Germering (10,22 Euro) oder Dachau (9,85 Euro).

Deutlicher geringer als die teuren süddeutschen Regionen ist der bundesweite Durchschnitt, er liegt bei 7,11 Euro pro Quadratmeter. Vergleichsweise günstig ist es noch in Berlin und in Ostdeutschland zu wohnen, wo die Durchschnittsmiete pro Quadratmeter von 6,17 Euro (Dresden) bis 7,40 Euro (westliche Stadteile Berlins) reicht. „Hier zeigt sich, welche finanziellen Vorteile Mieter mit alten Mietverträgen gegenüber Zuzüglern und allen anderen, die gerade umziehen wollen oder müssen, noch immer haben“, sagte F+B-Geschäftsführer Bernd Leutner.

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