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Ökonomen: Corona-Krise dämpft Immobilienpreise

Der Wohnungsmarkt wird in den kommenden Monaten zum Erliegen kommen, meinen Immobilienexperten.

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Modernes Mehrfamilienhaus in Ostfildern bei Stuttgart. Bild: IMAGO / Westend61

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Frankfurt/Main (dpa). Die Corona-Krise dürfte nach Ansicht von Ökonomen den Anstieg der Mieten und Immobilienpreise in Deutschland dämpfen. Angesichts der Ausgangsbeschränkungen und der Unsicherheit über die Folgen der Pandemie dürfte der Wohnungsmarkt in den nächsten beiden Monaten zum Erliegen kommen, sagte Michael Voigtländer, Immobilienexperte am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). „Besichtigungen finden kaum statt, und viele Käufer halten sich zurück, weil sie um ihre Jobs bangen oder schrumpfende Einkommen erwarten.“

Die Immobilienpreise werden wahrscheinlich sinken

Er erwarte eine Stagnation der Immobilienpreise oder leichte Rückgänge. „Ich bezweifle, dass etwa die ambitionierten Preise bei Neubauten derzeit noch durchzusetzen sind“, sagte Voigtländer. Der Immobilienmarkt könne sich einem Einbruch der Wirtschaft nicht entziehen. Auch das Potenzial für Mietsteigerungen sei beschränkt - denn die Einkommen dürften weniger stark steigen als vor der Krise. Ein Einbrechen der Mieten und Preise sieht Voigtländer aber nicht. „Die Wohnungsknappheit in den Städten bleibt, die Zinsen für Finanzierungen sind niedrig, und viele Menschen haben hohe Vermögen.“

Corona könnte das Ende des Immobilienbooms bedeuten

Ähnlich sieht Günter Vornholz, Professor für Immobilienökonomie an der Bochumer EBZ Business School, die Lage. „Wer nicht muss, kauft in der Krise keine Immobilie oder verschiebt den Umzug in eine größere Wohnung.“ Ein Anstieg von Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit senke den Spielraum für die Miete. Bei Immobilienkäufern komme dazu, dass Menschen mit Aktien im jüngsten Börsencrash viel Geld verloren hätten - das fehle nun zum Wohnungskauf. Auch ein Ende des Immobilienbooms sei denkbar. „Wenn die Corona-Krise lange dauert und die Einschränkungen im Alltag bleiben, könnte das die Wende bedeuten.“


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