Bad Homburg (sth). Die Zahl der Riester-Verträge ist zwischen Januar und März dieses Jahres erneut leicht gesunken. Nach aktuellen Analysen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) waren am Ende des ersten Quartals 2019 nur noch 16,56 Millionen Riester-Verträge gemeldet, 31.000 weniger als Ende 2018. Damit hat sich der negative Trend aus den drei Vorjahren fortgesetzt.
Im Einzelnen verzeichneten die Statistiker des BMAS bei den verschiedenen Riester-Produktarten folgende Veränderung:
- Die Zahl der Riester-Rentenversicherungen ging um 26.000 auf 10,793 Milllionen zurück,
- bei den Banksparverträgen war ein Minus von 10.000 auf 666.000 zu verzeichnen,
- Fondssparverträge konnten um 5.000 auf 3,293 Millionen zulegen,
- die Zahl der Wohn-Riesterverträge blieb unverändert bei 1,81 Millionen.
Gut ein Fünftel der Verträge ruht
Das BMAS weist darauf hin, dass die Zahl der Verträge keine unmittelbaren Rückschlüsse auf die Anzahl der Personen zulasse, die laufend einen Riester-Vertrag "besparen" und eine staatliche Förderung erhalten. Dies liege daran, dass eine Person mehrere Riester-Verträge abschließen könne oder Verträge auch dauerhaft ungefördert bleiben können, zum Beispiel, wenn sie von einer nicht förderberechtigten Person abgeschlossen werden.
Außerdem wird der Anteil der beitragsfrei gestellten Riester-Verträge auf gut ein Fünftel geschätzt.
