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So sparen Sie richtig

Sparen in Zeiten niedriger Zinsen? Das geht. Wir haben zum Weltspartag 7 Tipps für Sie zusammengestellt.

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Mann hält ein rosa Sparschwein an steigende Münzstapel. Bild: IMAGO / Panthermedia / Andrey Popov

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Bad Homburg (kma). In der anhaltenden Niedrigzinsphase ist das Sparen mit Gewinn gar nicht so leicht. Viele geben das Geld viel lieber aus, die Konsumlaune der Menschen in Deutschland ist ungebrochen. Dabei können Sie mit kleinen Tricks trotzdem richtig sparen. Wir haben sieben Tipps für Sie zusammengestellt.

#1 Risiken absichern.


Bevor Sie anfangen zu sparen, prüfen Sie, ob alle existenzbedrohenden Risiken abgesichert sind. Dazu gehören in jedem Fall die Haftpflicht-, die Hausrat- und die Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer eine Familie ernährt oder einen Immobilienkredit abbezahlt, sollte auch eine Risikolebensversicherung abschließen.

#2 Schulden tilgen.


Sparen Sie nicht auf Kredit. Kreditzinsen sind grundsätzlich höher als Sparzinsen. Oberstes Ziel ist es daher, den "Dispo" in die schwarzen Zahlen zu bringen und zuverlässig im Plus zu bleiben. Dazu rät die Verbraucherzentrale Niedersachsen.

#3 Verfügbare Rücklage bilden.


Bevor Sie Geld langfristig anlegen, legen Sie Geld auf die hohe Kante. Das sollten zwei bis drei Nettogehälter sein. Das Geld legen Sie am besten aufs Tagesgeldkonto. Da bekommen Sie zurzeit zwar nur Minizinsen, dafür ist das Geld aber schnell verfügbar, wenn zum Beispiel die Waschmaschine den Geist aufgibt oder neue Winterreifen her müssen.

Tipp: Es lohnt sich, die Zinsen für Tagesgeldkonten regelmäßig zu vergleichen und die Bank zu wechseln. Nutzen sie Vergleichsportale im Netz oder die Internetseite der Stiftung Warentest. So holen sie trotz mickriger Zinsen noch etwas Rendite raus.

#4 Ausgaben checken.


Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Fixkosten wie Miete, Nebenkosten, Versicherungen und Abos. Dann wissen Sie, wie viel Geld Sie im Monat übrig haben und sparen können.

Tipp: Sie können dazu diverse Haushaltsbuch-Apps nutzen oder ein kostenloses Haushaltsbuch, das die Sparkassen zum Download anbieten. Die Verbraucherzentralen bieten klassische Haushaltsbücher in gedruckter Form. Worauf Sie bei Haushaltsbuch-Apps achten sollten, erfahren Sie auf www.rentenblicker.de.

#5 Tarife wechseln, Abos kündigen.


Fragen Sie sich kritisch, welche Ihrer Ausgaben vielleicht verzichtbar und welche zu optimieren sind. Gibt es einen billigeren Handytarif oder reicht Ihnen vielleicht auch ein Prepaid-Angebot? Finden Sie eine günstigere Autoversicherung (bis 30.11. kann man in der Regel wechseln)? Wie sieht es mit anderen Versicherungen aus?

„Da hilft schon ein Blick in den Versicherungsordner: Nicht jeder Vertrag ist notwendig, mancher ist gern auch mal doppelt im Haushalt vorhanden, mancher Versicherungsschutz ist in die Jahre gekommen und ist längst günstiger und zu besseren Konditionen zu bekommen“, weiß Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Sparen können Sie häufig auch, wenn Sie ihre Versicherungspolicen jährlich bezahlen.

#6 An die Börse!


Für den langfristigen Vermögensaufbau sind oft börsengehandelte Indexfonds (ETFs) die richtige Wahl, rät die Verbraucherzentrale Niedersachsen. Denn: Ohne Risiko gibt es in der anhaltenden Niedrigzinsphase kaum noch eine Rendite. ETFs sind auch für Börseneinsteiger geeignet: Sie sind vergleichsweise günstig und transparent und das Risiko breit gestreut.

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Fonds und Anbieter, zum Beispiel mit dem Fonds-Special der Stiftung Warentest.

7# Förderung nutzen.


Wenn Sie fürs Alter sparen wollen, prüfen Sie zuerst, ob staatlich geförderte Altersvorsorge-Strategien für Sie infrage kommen. Die Riester-Rente mit der staatlichen Grundzulage von bis zu 175 Euro pro Jahr lohnt sich vor allem für Geringverdiener, Familien oder Alleinerziehende mit kleinen Kindern. Die Altersvorsorge über den Betrieb wird durch Steuervorteile und Einsparungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen gefördert.

Wichtig: Vergleichen Sie Angebote genau, lassen sich bei Bedarf unabhängig beraten und stecken Sie Ihr Geld nur in Produkte, die Sie wirklich verstehen.

Tipp: Zu Fragen der Altersvorsorge können Sie sich auch in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung unabhängig beraten lassen.

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