Ihre-Vorsorge Logo

Sparverträge: Viele Banken berechnen Zinsen falsch

Verbraucherzentrale: Kunden bekommen im Durchschnitt zu wenig Zinsen für ihre Sparverträge. Nachrechnen lohnt sich.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Sparschwein mit Prozentzeichen. – Bild: fotomek - stock.adobe.com

© Nicht definiert

Stuttgart (dpa/tmn). Wer einen Prämiensparvertrag oder einen Riester-Banksparplan hat, kann unter Umständen Geld von seiner Bank fordern. Der Grund: Bei solchen langfristigen Sparverträgen berechnen etliche Geldinstitute die Zinsen weiterhin falsch, erklärt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Die Zinsänderungsklauseln entsprechen nicht den rechtlichen Vorgaben.

Bei den betroffenen Verträgen handelt es sich um Sparverträge oder Riester-Banksparpläne, die beispielsweise unter den Namen „Bonusplan“, „Prämiensparen flexibel“ oder „Vorsorgeplan“ vertrieben wurden. Aber auch manche einfache Sparbücher mit extra Zinsvereinbarung gehören dazu, ebenso wie überwiegend langfristige Sparverträge mit variablen Zinssatz, die in den 1990er und 2000er Jahren abgeschlossen wurden.

Zinsklausel muss transparent sein

Die Verzinsung dieser Verträge setzt sich meist aus einem variablen Grundzins und einer vereinbarten Prämie (Bonus) zusammen. Ein variabler Grundzins – also ein Zins, der von der Bank an die allgemeine Zinsentwicklung am Markt angepasst werden kann – ist für viele Verträge üblich. Eine solche Vereinbarung muss aber transparent sein, was sie nach Angaben der Verbraucherschützer aber in vielen Fällen nicht ist.

Die Verbraucherzentralen haben über 5.000 langfristige Sparverträge von verschiedenen Banken und Sparkassen überprüft und nachgerechnet. In den nachgerechneten Fällen bekamen Kunden demnach durchschnittlich rund 4.000 Euro zu wenig Zinsen. Wer den Verdacht hat, einen Vertrag mit fehlerhafter Zinsanpassung zu besitzen, sollte seine Bank auffordern, die Zinsberechnung darzulegen und gegebenenfalls eine Neuabrechnung zu erstellen. Auf der Homepage der Verbraucherzentrale findet sich dazu ein Musterbrief.

Weitere Informationen

www.verbraucherzentrale-bawue.de
Musterbrief der Verbraucherzentrale (PDF)

Weitere Artikel

Time
4 Minuten

Wer Steuern hinterzogen hat, kann mit einer Selbstanzeige beim Finanzamt straffrei davonkommen. So funktioniert sie Schritt für Schritt.

Time
2 Minuten

Bargeld spielt in Deutschland traditionell eine große Rolle, doch Verbraucher zahlen immer öfter elektronisch oder per Karte, zeigt eine neue Studie. Andere Länder sind aber weit voraus.

Time
2 Minuten

Sprachkurs, Bewerbungsmappe oder doppelte Miete: Was alles zu den Werbungskosten zählt und wann sich die Ausgaben wirklich auszahlen. Experten-Tipps für die nächste Steuererklärung.

Time
3 Minuten

Frankfurt und München galten lange als gefährdet in Sachen Immobilienblasen. Eine neue Studie sieht die Lage nun deutlich entspannter. Dahinter stecken mehrere Gründe.

Time
2 Minuten

Es zeichnet sich ab, dass Haushalte in diesem Jahr fürs Heizen oft mehr bezahlen müssen als 2025. Wer mit Gas heizt, könnte erstaunlicherweise aber noch Glück haben. Eine neue Studie nennt Gründe.

Time
3 Minuten

Steigende Energiepreise belasten viele Haushalte. Doch gerade beim Heizen sehen Fachleute noch viel Sparpotenzial – Hunderte Euro bei Wohnungen, in Einfamilienhäusern noch mehr. So gelingt es.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026