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Staat nimmt wieder mehr Steuern ein

Die Steuereinnahmen erreichen fast wieder den Vorjahreswert. Trotzdem: Am Ende des Jahres steht wohl ein dickes Minus.

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Ordner mit der Aufschrift Gewerbesteuer liegt auf einem geöffneten Ordner, daneben Geldscheine, Kugelschreiber und ein Taschenrechner.

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Berlin (dpa). Nach dem krisenbedingten starken Einbruch haben sich die Steuereinnahmen des Staates im Juli wieder etwas erholt. Sie lagen nur noch 0,3 Prozent unter den Werten von Juli 2019, wie aus dem aktuellen Monatsbericht des Finanzministeriums hervorgeht. Grund für die besseren Zahlen sei unter anderem, dass viele im Frühjahr gestundete Steuerzahlungen nun fällig wurden. Grundsätzlich belaste die Corona-Krise das Steueraufkommen aber weiterhin, heißt es in dem Bericht. So sei die Lohnsteuer unter anderem durch Kurzarbeit erheblich zurückgegangen.

Nach Einschätzung von Ökonomen rutscht Deutschland infolge der Krise und massiver Beschränkungen in die bisher schwerste Rezession seit dem Zweiten Weltkrieg. Allein im Juni lagen die Steuereinnahmen 19 Prozent unter dem Wert von Juni 2019. Seit Jahresbeginn sanken sie um acht Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet die Bundesregierung derzeit mit einem Steuerminus von fast zehn Prozent. Nicht enthalten in der Rechnung sind reine Gemeindesteuern.

Besonders stark brachen von Januar bis Juli (verglichen mit dem Vorjahreszeitraum) die Einnahmen aus der Luftverkehrsteuer ein – hier gab es ein Minus von 72 Prozent. Um fast ein Viertel gingen - wohl wegen der vorübergehenden Schließung von Bars und Biergärten - auch die Einnahmen aus der Biersteuer zurück. Ein Plus dagegen gab es bei der Tabaksteuer.

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