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Steuerboni für Bau von Mietwohnungen

Wer künftig Mietwohnungen baut, kann auf einen Steurbonus hoffen. Union und SPD wollen dadurch Wohn- und Mietkosten senken

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Modernes Mehrfamilienhaus in Ostfildern bei Stuttgart. Bild: IMAGO / Westend61

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Berlin (dpa). Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen zusätzlichen Steuerbonus beschlossen, um den Bau von bezahlbaren Mietwohnungen stärker zu fördern.

Dafür will der Bund zusätzlich zur normalen Abschreibung für vier Jahre eine Sonderabschreibung von jährlich fünf Prozent gewähren.

Keine Steuerboni für Investoren im gehobenen Segment

Der Bonus soll für Bauanträge zwischen dem 31. August 2018 und Ende 2021 gelten. Die Wohnung muss mindestens zehn Jahre vermietet werden, und die Kauf- und Baukosten dürfen nicht mehr als 3.000 Euro je Quadratmeter betragen. So soll verhindert werden, dass auch Investoren im gehobenen Segment noch Steuerboni kassieren.

Die Steuerausfälle bis 2022 werden auf rund 400 Millionen Euro geschätzt. Als Ziel wird formuliert: "Durch die günstigere Finanzierung und das angestrebte höhere Angebot an Wohnraum werden die Mieten tendenziell sinken bzw. der Mietanstieg gebremst."

Durch größeres Angebot Wohn- und Mietkosten senken

Experten bezweifeln allerdings, ob dies den Bau von Mietwohnungen stark beschleunigen wird – und ob günstigeres Bauen am Ende auch zu günstigeren Mieten führen wird. Das Gesetz ist Teil einer Wohnraumoffensive der großen Koalition, dazu gehören auch das Baukindergeld und höhere Investitionen in den sozialen Wohnungsbau.

Ziel von Union und SPD ist es, durch ein größeres Angebot Wohn- und Mietkosten zu senken, bis zu 1,5 Millionen Wohnungen sollen in den nächsten Jahren neu gebaut werden. Am Freitag gibt es zur Besprechung weiterer Schritte einen Wohngipfel bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU).


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