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Studie zur Pflegeversicherung: Beitragssatz bald anheben!

Die Zahl der Pflegebedürftigen nimmt zu, die Pflege an sich wird teurer. Experten sehen nicht nur den Beitragszahler in der Pflicht.

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Studie zur Pflegeversicherung: Beitragssatz bald anheben!

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Gütersloh (dpa). Der Beitragssatz zur Pflegeversicherung dürfte einer Prognose zufolge in den kommenden Jahrzehnten deutlich steigen und Jüngere besonders stark belasten. Nach Berechnungen des Forschungsinstituts Prognos im Auftrag der Bertelsmann Stiftung ist mit einem Anstieg von derzeit gut drei Prozent auf knapp fünf Prozent bis 2050 zu rechnen. Das teilte die Stiftung am Donnerstag mit und betonte zugleich, die Finanzierungsgrundlage müsse neu justiert werden.

Steigende Pflegeausgaben: Umbau der Finanzierung nötig

Die Bevölkerung werde immer älter, der Pflegebedarf steige kontinuierlich und die Pflegekräfte würden besser entlohnt – das alles lasse die Pflege-Ausgaben deutlich zunehmen, hieß es in Gütersloh. „Der Wechsel der geburtenstarken Jahrgänge von der Gruppe der Beitragszahler in die der Empfänger von Pflegeleistungen wird die Situation zusätzlich verschärfen.“

Um den Ausgabensteigerungen zu begegnen und mehr Generationengerechtigkeit zu schaffen, plädiert die Stiftung für eine baldige, aber moderate Anhebung des Beitragssatzes. Diese solle verbunden werden mit einem Zuschuss aus Steuermitteln, der über die Jahre steigen müsse - von zunächst jährlich 9,6 Milliarden Euro auf 24,5 Milliarden Euro im Jahr 2050. Die zunächst überschüssigen Mittel könnten in den Pflegevorsorgefonds fließen und dazu dienen, den Beitragssatz stabil bei 3,5 Prozent zu halten. „Durch den Ausbau des Fonds würden die künftigen Generationen am wenigsten zusätzlich belastet.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits einen breiten Dialog zur künftigen Finanzierung der Pflege angekündigt. Bis Mitte 2020 will er einen Vorschlag vorlegen. Angesichts immer weiter steigender Kosten wächst der Druck, die Finanzierung umzubauen.


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