München (tö). Anlegerinnen und Anleger, die langfristig und etwa mit Fondssparplänen Geld zum Beispiel für die Altersvorsorge zurücklegen, sollten sich weder von den kriegsbedingten Kursturbulenzen noch von alten Börsenweisheiten verunsichern lassen.
Nachdem die Aktienmärkte im April sich so schlecht wie seit sieben Jahren nicht entwickelt haben, wird der einen oder dem anderen vielleicht die wahrscheinlich populärste Börsenregel „Sell in May and go away“ (Verkaufe im Mai und bleibe der Börse erst einmal fern) in den Sinn kommen. Diesen Ratschlag sollten Fondssparer jedoch besser ignorieren, rät der deutsche Fondsverband BVI. Auch wenn empirische Untersuchungen saisonale Schwankungen an einigen Aktienmärkten wie in Deutschland und den USA bestätigten, sei es für Anleger besser, an ihrer langfristigen Sparstrategie festzuhalten, so der BVI.
Fallende Kurse im Sommer, steigende im Herbst?
Die Börsenweisheit zum Mai stützt sich auf die Beobachtung, dass bis in den Mai die Aktienkurse höher klettern, um im folgenden Sommer wieder zu fallen, weil dann viele Anleger in den Ferien sind und weniger an der Börse gehandelt wird als sonst. Häufig verbunden wird der Spruch mit dem Hinweis „but always remember: Come back in September“: Man sollte also im Herbst wieder an die Börsen zurückkehren, wenn die Kurse wieder steigen, bevor es idealerweise zu eine Jahresendrallye kommt.
Laut BVI gibt es jedoch an der Börse „keine Regelmäßigkeit, auf die sich Anleger immer verlassen können“. Für das Sparen über viele Jahre sei „der richtige Einstiegszeitpunkt von nachrangiger Bedeutung“. Diverse Untersuchungen zeigten vielmehr, dass Sparer selbst größere Kursverluste – etwa nach Börsen-Crashs oder Finanzkrisen – „mit der Zeit wieder mehr als wettmachen konnten“. So empfehlen auch unabhängige Experten und Finanzwissenschaftler stets, einfach stur investiert zu bleiben.
Langer Atem zahlt sich aus
Laut BVI gibt es jedoch an der Börse „keine Regelmäßigkeit, auf die sich Anleger immer verlassen können“. Für das Sparen über viele Jahre sei „der richtige Einstiegszeitpunkt von nachrangiger Bedeutung“. Diverse Untersuchungen zeigten vielmehr, dass Sparer selbst größere Kursverluste – etwa nach Börsen-Crashs oder Finanzkrisen – „mit der Zeit wieder mehr als wettmachen konnten“. So empfehlen auch unabhängige Experten und Finanzwissenschaftler stets, einfach stur investiert zu bleiben.
