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Wohnungen: Kaufpreise fallen, Mieten steigen

Der Immobilienboom ist vorbei. Wohnungen und Häuser werden günstiger. Für eine Mietwohnung muss man aber zunehmend tiefer in die Tasche greifen.

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Familie beim Umzug mit Kisten und Möbeln im Treppenhaus. Bild: IMAGO / Jochen Tack

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Berlin (dpa). Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind nach Einschätzung der wichtigsten Finanzierer weiter gefallen. Im vierten Quartal 2022 verbilligten sich Wohnungen und Häuser gemessen am dritten Quartal um 1,8 Prozent, zeigt der am Freitag veröffentlichte Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (vdp). Zum Vorjahresquartal stiegen die Preise im Schnitt um 2,1 Prozent.

Die Preise für Wohnimmobilien in den sieben größten deutschen Städten entwickelten sich mit einem Anstieg um 2,2 Prozent auf Jahressicht und einem Rückgang um 2,0 Prozent auf Quartalssicht ähnlich wie im bundesweiten Schnitt. Unter den Metropolen ragte Berlin hervor, wo sich Häuser und Wohnungen im vierten Quartal um 4,6 Prozent zum Vorjahreszeitraum verteuerten und nur um 0,7 Prozent im Quartalsvergleich verbilligten. Besonders stark fielen die Wohnimmobilienpreise in Frankfurt: Sie gingen binnen Jahresfrist um 2,7 Prozent und gegenüber dem dritten Quartal um 4,8 Prozent zurück.

Neuvertragsmieten steigen weiter

Im Gegensatz zu den Immobilienpreisen ging es bei den Mieten im Bundesschnitt stark bergauf. Die Neuvertragsmieten stiegen gemessen am vierten Quartal 2021 um 6,5 Prozent und am dritten Quartal 2022 um 1,9 Prozent. Die Nachfrage nach Wohnraum treffe weiter auf ein viel zu geringes Angebot, sagte Tolckmitt. „Es deutet sich hier auch keine Trendumkehr an, im Gegenteil, denn die Neubautätigkeit in Deutschland liegt weiterhin weit hinter dem Bedarf zurück.“

Der Trend zu stark steigenden Mieten, aber fallenden Immobilienpreisen zeichnet sich schon länger ab. Bereits für das dritte Quartal 2022 hatte der vdp leicht sinkende Wohnimmobilienpreise gemessen am Vorquartal festgestellt – ebenso wie das Statistische Bundesamt. Es handle sich um das erste Minus seit dem Jahr 2010, hatte der vdp erklärt. Für das vierte Quartal liegen noch keine offiziellen Daten des Statistischen Bundesamts vor.

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