Druid Hills/USA (bd). Mitarbeiter einer US-Gesundheitsbehörde haben in einer Studie ermittelt, welche Faktoren das Risiko erhöhen, trotz Impfung schwer an Covid-19 zu erkranken. Als Ergebnis haben sie acht Risikofaktoren identifiziert:
- Alter über 65 Jahre (Risikofaktor 3,2)
- Immunsuppression (1,9)
- chronische Lungenerkrankung (1,8)
- chronische Lebererkrankung (1,7)
- chronische Nierenerkrankung (1,6)
- neurologische Erkrankungen (1,5)
- Diabetes (1,5)
- Herzkrankheiten (1,4)
Demnach sind neben Alter als Risikofaktor Nummer eins bestimmte schwere Vorerkrankungen besonders kritisch. Das Geschlecht spielt keine Rolle.
Für ihre Untersuchung haben die Forscher des Centers for Disease Control and Prevention im Bundesstaat Georgia die Daten von 1,2 Millionen Erwachsenen ausgewertet, die zwischen Dezember 2020 und Oktober 2021 vollständig geimpft wurden, meistens mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer. Gut 2200 Personen erkrankten dennoch an Covid-19, davon 189 Personen schwer. 36 Menschen starben an der Krankheit. Drei Viertel der verstorbenen Patienten hatten mindestens vier dieser Faktoren.
Auch mehr Impfdurchbrüche in Deutschland
Impfdurchbrüche nehmen auch in Deutschland zu. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet mehr als eine halbe Millionen Fälle von symptomatischen Erkrankungen seit Februar 2021. Allerdings bedeutet ein Impfdurchbruch meist keinen schweren Verlauf. Die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs ist laut RKI bei vollständig Geimpften um etwa 90 Prozent geringer als bei nicht Geimpften.
