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Bröckelig und verfärbt: Was ist mit meinen Fußnägeln los?

Zu enge Schuhe und schludriges Abtrocknen der Füße nach dem Duschen: Beides kann dazu führen, dass Nagelpilz ein leichteres Spiel hat. Ein Dermatologe über Warnzeichen und gute Vorbeugung.

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Körperpflege: Fußnagel untersuchen.

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Düsseldorf (dpa/tmn). Glatt und gleichmäßig rosig: Wer solche Zehennägel hat, schlüpft ganz unbesorgt in Sandalen und Flipflops. So mancher versteckt seine Füße aber auch bei Sommertemperaturen lieber in geschlossenen Schuhen, weil Oberfläche und Farbe der Nägel ganz anders aussehen. Betroffene fragen sich dann: Was ist mit meinen Fußnägeln los? Habe ich Nagelpilz?

Woran erkennt man Nagelpilz?

„Gelbliche oder bräunliche Verfärbungen, ein verdickter und bröckeliger Nagel sprechen für Nagelpilz“, so der Dermatologe Afschin Fatemi von der S-Thetic Clinic Düsseldorf.
Eine Infektion zeigt sich in aller Regel zuerst am vorderen oder seitlichen Rand des Zehennagels, meist ist der große betroffen, so das Portal „gesundheitsinformation.de“. Bleibt die Infektion unbehandelt und schreitet voran, kann sich der Nagel vom Nagelbett lösen – und verloren gehen.

Das soll möglichst nicht passieren. Wenn einem das Erscheinungsbild eines oder mehrerer Fußnägel seltsam vorkommt, ist es daher eine gute Idee, einen Termin bei Hautarzt oder Hautärztin auszumachen.

„Das Aussehen liefert wichtige Hinweise, eine sichere Diagnose lässt sich aber oft erst durch eine ärztliche Untersuchung und gegebenenfalls einen Pilznachweis stellen“, so Fatemi. Behandeln lässt sich Nagelpilz mit medizinischen Nagellacken, speziellen Salben und Tabletten.

Wie können wir uns vor Nagelpilz schützen?

Unsere Zehennägel müssen tagtäglich ganz schön viel mitmachen. Etwa viele Stunden in engen oder schlecht sitzenden Schuhen verbringen, die dauerhaften Druck auf die Zehennägel ausüben. Afschin Fatemi warnt: „Das kann zu Verdickungen, Verformungen oder kleinen Verletzungen führen, die wiederum das Risiko für Pilzinfektionen erhöhen.“ Wer Schuhe kauft, sollte daher unbedingt darauf achten, dass die Zehen Spielraum haben.

Nagelpilz fühlt sich in einem feuchtwarmen Klima – etwa dem von durchgeschwitzten Socken – besonders wohl. „Deshalb ist es wichtig, die Füße nach dem Duschen oder Sport gründlich abzutrocknen und Socken regelmäßig zu wechseln“, so der Hautarzt.

Hilfe, der Zehennagel löst sich bereits. Was mache ich jetzt?

Wird ein Zehennagel immer lockerer, fühlt sich das sehr unangenehm an. Das sollte einen aber nicht dazu verleiten, ihn abzuziehen, warnt Fatemi, „auch dann nicht, wenn er nur noch teilweise befestigt ist. Das kann schmerzhaft sein, das Nagelbett verletzen und das Risiko für Infektionen erhöhen.“

Besser: den Nagel sauber und trocken halten und störende, lose Nagelteile vorsichtig zurückschneiden, wie der Dermatologe rät. Damit der lose Nagel nicht an Socken hängenbleibt oder beim Baden unangenehm „umklappt“, kann man ihn vorsichtig mit einem Pflaster befestigen.

Außerdem sinnvoll: einen Arzttermin ausmachen, um der Ursache auf den Grund zu gehen. Eine ärztliche Abklärung ist vor allem dann wichtig, wenn starke Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Eiter das Ablösen des Nagels begleiten – das spricht für eine Entzündung.

Hat sich ein Zehennagel verabschiedet, wächst ein neuer nach – zumindest, sofern die sogenannte Nagelmatrix keinen Schaden genommen hat. Mindestens über einen Sommer hinweg ist am betroffenen Zeh aber „Baustelle“ angesagt. „Bis ein Zehennagel vollständig nachgewachsen ist, vergehen in der Regel 12 bis 18 Monate“, so Dermatologe Fatemi.


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