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Bündnis warnt: Hitzeschutz muss ernst genommen werden

Hitze ist nicht nur Schwimmbad und Eisessen, sondern für manche auch ein echtes Gesundheitsrisiko. Das Aktionsbündnis Hitzeschutz hat einen Appell.

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Rentnerinnen im Cafe. Bild: IMAGO / agefotostock / belahoche

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Berlin (dpa/bb). Das Berliner Aktionsbündnis Hitzeschutz warnt mit Blick auf den Sommer vor den Gefahren von Hitze – vor allem für ältere und pflegebedürftige Menschen. „Hitze macht den größten Teil der durch die Klimakrise bedingten Gesundheitsrisiken aus“, sagte Ellen Haußdörfer, Staatssekretärin für Gesundheit und Pflege, bei einer Pressekonferenz anlässlich des bevorstehenden Hitzeaktionstages am 11. Juni. Gleichzeitig würden die Gefahren häufig unterschätzt. 

Im Jahr 2025 gab es nach Angaben des Präsidenten der Ärztekammer Berlin, Peter Bobbert, 140 hitzebedingte Todesfälle in Berlin. Es gibt Todesfälle durch Hitzschlag, aber auch komplexere Fälle, etwa wenn vorher schon Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen bestanden. „Jeder hitzebedingte Todesfall ist vermeidbar.“ Mit Blick auf den Bereich Pflege, die dieses Jahr im Fokus der Kampagne stehen, sei es daher essenziell Einrichtungen hitzefest zu machen, etwa durch Klimatisierung und schattige Plätze. 

Sonnensegel und Jalousien

Das Seniorenwohnheim Dr. Victor Aronstein vom Paritätischen in Lichtenberg geht das Thema vorbildlich an. Kühle Räume werden für Bewohner extra kenntlich gemacht, im großen Garten gibt es schattige Plätze, über dem Hof ein Sonnensegel, die Zimmer haben Jalousien. Die Einrichtung hat Fördermittel vom Bund beantragt, um speziell an ihrem Hitzeschutzplan zu arbeiten und verschiedene Methoden zu testen. 

Der Gesundheitsverwaltung stellt Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen Musterpläne zum Hitzeschutz zur Verfügung, verpflichtend ist die Umsetzung allerdings nicht. Die Pläne sind Teil des Hitzeaktionsplans, den der Senat 2025 beschlossen hat und der rund 70 Maßnahmen umfasst. Dazu gehört auch die Bereitstellung einer Online-Karte mit kühlen Orten für alle Menschen in Berlin. Dazu zählen zum Beispiel Kirchen, Rathäuser oder Stadtteilzentren.

Das Aktionsbündnis Hitzeschutz Berlin wurde 2022 gegründet, um das Berliner Gesundheitswesen besser auf Hitzetage und -wellen vorzubereiten. Ins Leben gerufen wurde es von der Ärztekammer Berlin, der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. (KLUG) und der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege.


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