Berlin (dpa/ots). Das Unfallrisiko am Arbeitsplatz ist der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zufolge im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Demnach kamen 2021 auf 1000 Vollbeschäftigte 22,95 Arbeitsunfälle, wie die Versicherung am Mittwoch mitteilte. Im Jahr davor waren es lediglich 21,54 Unfälle. Die Zahlen liegen allerdings immer noch deutlich unter denen vor der Pandemie.
Wesentlich mehr Berufskrankheiten
Deutlich stärker zugenommen habe hingegen die Zahl der anerkannten Berufskrankheiten (BK). Die Zahl der Verdachtsanzeigen stieg demnach von rund 80.100 im Jahr 2019 sukzessive auf mehr als 227.700 im Jahr 2021. Hintergrund sei hier die Pandemie, aber auch eine Gesetzesänderung. Zu 2021 ist die Unterscheidung entfallen zwischen anerkannten Berufskrankheiten und solchen, bei denen der Beruf zwar die Ursache war, die Versicherten aber ihre Tätigkeit für eine Anerkennung hätten aufgeben müssen.
Die Zahl der BK-Renten nahm um 5,44 Prozent auf 5.331 zu. Insgesamt 2.548 Versicherte verstarben infolge einer Berufskrankheit. Die Hauptursache hierfür waren asbestbedingte Krebserkrankungen.
