Bonn/Köln (dpa/tmn). Wenn ältere Verwandte depressiv werden, ist das für Angehörige eine schwierige Situation. Viele wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Diese drei Ratschläge geben Experten:
Nehmen Sie die Krankheit ernst:
Depressive Stimmungen sollten Angehörige keinesfalls verharmlosen. Wie bei allen schweren Krankheiten sollte man umgehend ärztlichen Rat einholen, empfiehlt die Deutsche Depressionshilfe. Weil es für depressive Menschen oft schwer ist, sich zu einem Arztbesuch aufzuraffen, können Angehörige dabei helfen, den Termin auszumachen oder mit in die Praxis kommen.
Bleiben Sie geduldig und geben keine Ratschläge:
Zuhören ist wichtig. Auch wenn sich depressive Menschen immer wieder beklagen, sollten Angehörige geduldig sein, positiv bleiben und sich nicht abwenden. Die Deutsche Depressionshilfe empfiehlt zudem, keine gut gemeinten Ratschläge zu erteilen. Oftmals seien sie nicht hilfreich. Stattdessen sollten Verwandte die Eigeninitiative des Depressiven unterstützen.
Rufen Sie im Zweifel den Notarzt:
Haben Angehörige den Verdacht, dass jemand in Gefahr ist, sich das Leben zu nehmen, sollten sie ihn darauf ansprechen. Das rät die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Keinesfalls sollten Verwandte aber versuchen, selbst professionelle Hilfe zu leisten, sondern einen Arzt oder Psychologen zurate ziehen. Wenn ein Mensch unmittelbar suizidgefährdet und in großer Gefahr ist, sich aber keine Hilfe holt, sollten Angehörige sofort den Notarzt unter der Nummer 112 rufen.
Weitere Informationen:
Tipps der Deutschen Depressionshilfe
www.gesund-aktiv-aelter-werden.de
Tipps der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
