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Dauerlärm kann Depressionen hervorrufen

Lärm nervt nicht nur, sondern macht auch krank. Andauernder Krach kann sogar ganz bestimmte chronische Krankheiten fördern.

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Flugzeug fliegt über ein Wohnhaus. Bild: IMAGO / Panthermedia / imago stock&people

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Berlin (dpa/tmn). Lärm versetzt den Körper automatisch in Alarmbereitschaft. So erhöht sich zum Beispiel der Blutdruck und Stresshormone werden aktiviert. Wird Lärm zum Dauerzustand, können chronische Krankheiten entstehen. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hin. Anlass ist der Tag gegen den Lärm am 27. April.

So begünstige anhaltende Lärmbelästigung das Auftreten von Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie von Diabetes Typ 2. Aber auch psychische Erkrankungen können eine Folge von Dauerlärm sein. Dringt Umgebungslärm in Gefühle und Gedanken und stört den Schlaf und die Erholung, entstehen Ärger, Erschöpfung und Stresssymptome. Das fördert auf Dauer die Entstehung von Depressionen.

Fluglärm ist Ärgernis Nummer 1

Laut DGPM stört Menschen vor allem die Belästigung durch Fluglärm, gefolgt von Straßen-, Nachbarschafts-, Industrie- und Bahnlärm. Oft sei der Lärm kombiniert mit Luftverschmutzung etwa durch Feinstaub. Auch dieser könne im Blut Entzündungsprozesse auslösen, die mit Depressionen in Wechselwirkung stünden.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht sogar davon aus, dass Umgebungslärm, insbesondere Verkehrslärm in Westeuropa, jährlich für den Verlust von mehr als einer Million gesunder Lebensjahre durch Einschränkungen oder vorzeitige Sterblichkeit verantwortlich ist.

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