Ihre-Vorsorge Logo

Direkt zum Facharzt? Kassenärzte schlagen Extratarif vor

Erst zum Hausarzt, erst dann zum Spezialisten – so soll künftig die Reihenfolge aussehen. Die Kassenärzte schlagen nun eine Alternative vor.

Artikel vorlesen

Lesezeit

1 Minuten

Veröffentlicht

Mann und Frau im Wartezimmer einer Arztpraxis. Bild: IMAGO / Barbara Kirchhof

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Pro Jahr ein paar Hundert Euro zahlen und dafür weiterhin direkt zum Facharzt gehen können? Ein solches Konzept schwebt dem Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, vor. “Unser Vorschlag lautet: Versicherte, die auch künftig generell ohne Überweisung eines Hausarztes oder eine digitale Ersteinschätzung direkt zu einem Facharzt gehen wollen, müssen einen zusätzlichen Facharzttarif mit jährlichen Kosten von voraussichtlich 200 bis 350 Euro abschließen”, sagte Gassen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

“Das Vorhaben der schwarz-roten Koalition, die Versicherten vom Hausarzt steuern zu lassen, ist zwar insbesondere für ältere Menschen mit vielen Krankheiten und Chroniker sinnvoll, aber eben nicht für alle Versicherten”. Insbesondere jüngere Patienten fänden den Umweg über den Hausarzt oft überflüssig. Wer einen Facharzttarif abschließe, “hat die Wahlfreiheit und kann auch in Zukunft immer direkt zum Facharzt gehen”.

Union und SPD wollen laut Koalitionsvertrag ein verbindliches System einführen, bei dem Patientinnen und Patienten primär in eine Hausarztpraxis gehen, die sie bei Bedarf – mit einem Termin in einem bestimmten Zeitraum – an Fachärzte überweist. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte kürzlich im ZDF angekündigt, man werde über entsprechende Modelle – wie etwa Gebühren für direkte Behandlung – diskutieren.


Weitere Artikel

Time
5 Minuten

Zwei Stunden im Wartezimmer, nur zwei Minuten beim Arzt: Menschen haben nach einem Arztbesuch oft das Gefühl, ihre Sorgen gar nicht richtig losgeworden zu sein. Mangel an Gespräch kann aber schaden.

Time
2 Minuten

Herzinfarkte und Schlaganfälle bleiben die tödlichsten Erkrankungen. Die Fallzahlen sinken seit dem Jahr 2022 aber deutlich.

Time
2 Minuten

Wenn eine Grippewelle anrollt, können viele Beschäftigte nicht zur Arbeit gehen. Für den Krankenstand haben aber auch andere Erkrankungen zusehends starke Effekte, wie eine Analyse ergab.

Time
2 Minuten

Geht es um die gesundheitlichen Risiken von Körperfett, sind Bauchpolster kritischer als Hüftgold. Wie Sie mit Maßband und Taschenrechner herausfinden, wo Sie stehen.

Time
2 Minuten

Umwelt-Faktoren sind Teil unseres Alltags und können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Was die Deutsche Herzstiftung rät und was Experten sagen.

Time
2 Minuten

Dentalphobie ist keine Einbildung: Doch wer Zahnarztpraxen meidet, riskiert mehr Beschwerden. Warum ein offener Umgang mit der Angst hilft. Und was Sie mit ihrem Zahnarzt besprechen sollten.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026