Ihre-Vorsorge Logo

Elektronische Patientenakte soll Behandlung besser machen

Die Vorbereitungen liefen über Jahre, zuletzt deckten Computerexperten noch eine Sicherheitslücke auf. Doch rechtzeitig zum Start des Digitalprojekts ePA soll alles funktionieren.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Eine Gesundheitskarte mit Bild steckt in einer Computertastatur. photothek © Ute Grabowsky

© Nicht definiert

Berlin (dpa) - Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erwartet durchgreifende Verbesserungen bei Diagnosen und Behandlungen kranker Menschen in Deutschland. Grund ist der bundesweite Start der elektronischen Patientenakte (ePA) Ende dieses Monats. “Die elektronische Patientenakte macht die Behandlung besser”, sagte der bald aus dem Amt scheidende Minister der Ampel-Regierung in Berlin. 

Am Vortrag war öffentlich geworden, dass die ePA ab dem 29. April in ganz Deutschland genutzt werden kann. Ab dem 1. Oktober sollen Ärzte, Kliniken und andere Leistungsanbieter verpflichtet werden, sie zu nutzen. Patientinnen und Patienten können einer Nutzung widersprechen oder diese begrenzen. In der ePA sollen etwa Arztbriefe, Befunde, Laborwerte und verordnete Medikamente gesammelt werden. 

Lauterbach erwartet nach eigenen Worten unter anderem die Vermeidung von Medikationsfehlern. “Daran sterben in Deutschland täglich Menschen”, sagte er. Patientinnen und Patienten blieben zudem Doppeluntersuchungen erspart, also etwa eine neue Röntgenaufnahme, wenn so eine Aufnahme aus einer anderen Praxis oder einem Krankenhaus schon vorliegt. 

Sicherheitslücke sei geschlossen

Lauterbach bekräftigte, eine im vergangenen Jahr vom Chaos Computer Club (CCC) aufgedeckte Sicherheitslücke sei rechtzeitig vor dem Start behoben worden. Diese Schwachstelle hätte Angreifern es ermöglichen können, auf sämtliche elektronische Patientenakten (ePA) zuzugreifen. So ein Massenangriff sei nun “technisch nicht mehr möglich”, versicherte Lauterbach. 

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), mit dem sein Haus in der Frage kooperiert habe, habe dies bestätigt. Somit sollen tatsächlich nur Praxen, Kliniken und Apotheken Zugriff auf die sensiblen Daten bekommen - und zwar nur dann, wenn die Versicherten ihre Krankenkassenkarte in deren Lesegerät stecken.

Die meisten gesetzlich Versicherten haben bereits seit dem 15. Januar eine ePA von ihrer Krankenkasse angelegt bekommen. In drei Modellregionen in Deutschland ist die ePA auch schon in Betrieb gegangen.

Mehr zum Thema


Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Wenn eine Grippewelle anrollt, können viele Beschäftigte nicht zur Arbeit gehen. Für den Krankenstand haben aber auch andere Erkrankungen zusehends starke Effekte, wie eine Analyse ergab.

Time
2 Minuten

Geht es um die gesundheitlichen Risiken von Körperfett, sind Bauchpolster kritischer als Hüftgold. Wie Sie mit Maßband und Taschenrechner herausfinden, wo Sie stehen.

Time
2 Minuten

Umwelt-Faktoren sind Teil unseres Alltags und können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Was die Deutsche Herzstiftung rät und was Experten sagen.

Time
2 Minuten

Dentalphobie ist keine Einbildung: Doch wer Zahnarztpraxen meidet, riskiert mehr Beschwerden. Warum ein offener Umgang mit der Angst hilft. Und was Sie mit ihrem Zahnarzt besprechen sollten.

Time
4 Minuten

Bis zu 20 Prozent der Bevölkerung infiziert sich jährlich mit Grippeviren. Dazu kommen weitere Atemwegserkrankungen. Den Beginn machen die Erkältungsviren.

Time
2 Minuten

Nach der Abnehmspritze ist inzwischen auch die Abnehmtablette in Deutschland erhältlich. Bisher sei die Nachfrage aber verhalten, sagen die Apotheken. Die Spritze habe klare Vorteile.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026