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Gesundheit: Unternehmen bieten Angestellten mehr

Im Kampf um Fachkräfte lassen Firmen sich etwas einfallen. Von Obstteller bis Fitnessraum – Gesundheitsförderung ist Trumpf.

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Ein Mann an einem Fitnessgerät im Fitnessstudio. Bildnachweis: wdv © Lauer, Jan

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Halle (dpa/sa). Viele Unternehmen in Sachsen-Anhalt fördern die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter. Ob ein Fitnessraum neben dem Büro, kostenlose Obstteller oder aktive Mittagspausen – die Angebote sind vielseitig, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Die Erkenntnis dabei: Nur ein fitter Mitarbeiter bringt vollen Einsatz. Auch aus wirtschaftlicher Sicht lohne sich der Aufwand, hieß es.

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist Trumpf

„Die Arbeitswelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel”, sagte der Sprecher der Krankenkasse Barmer in Sachsen-Anhalt, Christopher Kissmann. In vielen Firmen steige das Durchschnittsalter der Angestellten, neue Technologien krempelten ganze Branchen um und Kunden hätten wachsende Ansprüche an Service und Beratung. „Für Arbeitgeber wird es deshalb immer wichtiger, sich um die Gesundheit, Zufriedenheit und Motivation ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kümmern – etwa mit einem betrieblichen Gesundheitsmanagement.”

Gemeinsam mit Unternehmen hat die Krankenkasse daher nach eigener Darstellung Maßnahmen für Angestellte entwickelt. So gebe es für sie etwa Herzchecks, Rückenprogramme oder Seminare, um sich das Rauchen abzugewöhnen. Darüber hinaus laufe derzeit ein Programm namens „Spitzensportler bewegen Mitarbeiter”, bei dem Profisportler mit Angestellten trainieren und über Job und Karriere sprechen.

Attraktive Angebote durch den Arbeitgeber

Auch die Arbeitgeber selbst machen möglichst ansprechende Angebote, um die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu fördern und für Fachkräfte attraktiv zu bleiben. „Wir kennen viele positive Beispiele aus den Handwerksbetrieben”, sagte eine Sprecherin der Handwerkskammer Magdeburg. Das fange mit kleinen Gesten wie kostenlosen Obstkörben und Wasserspendern an und reiche bis zu Ruheräumen, Massageangeboten und Gutscheinen für Fitnessstudios.

In Industrie und Handel herrscht ebenfalls ein großes Interesse, die Gesundheit der Angestellten zu fördern. Programme mit externen Therapeuten zu Themen wie Stressprävention und Ernährungsberatungen seien da nur ein Teil der Palette, sagte ein Sprecher der Industrie- und Handelskammer (IHK) Magdeburg. Die größeren Unternehmen im Land wie die Deutsche Post DHL Group bieten darüber hinaus nach eigenen Angaben auch Sehtests, Allergieberatungen und Hautscreenings an. Bei der Dow Olefinverbund GmbH sind den Angaben nach Veranstaltungen wie Firmenläufe, Schrittzähler-Wettbewerbe und Aktionen wie „Mit dem Rad zur Arbeit” beliebt.

Maßnahmen sind gesundheitheitlich und wirtschaftlich sinnvoll

Es sei wichtig, dass die Unternehmer darauf achten, nicht nur sporadisch Gesundheitstage zu veranstalten, betonte der IHK-Sprecher weiter. Darüber hinaus sei es notwendig, eine nachhaltige Fürsorge zu pflegen und selbst Vorbild zu sein.

Die Maßnahmen tun aus Unternehmersicht nicht nur der Gesundheit der Belegschaft gut, sondern sind auch aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll. „Wir investieren jährlich etwa 50.000 Euro in unsere Angebote”, sagte der Chef des mittelständischen Transportunternehmens Hallog GmbH, Uwe Ritzmann. Dazu gehörten unter anderem Fitnessräume, Massagen und Maßnahmen zum Teambildung.

„Ich kriege das letztlich doppelt und dreifach zurück”, berichtete Ritzmann. Denn die rund 250 Mitarbeiter – vom Lkw-Fahrer bis zur Verwaltungsangestellten – seien seltener krank als früher, aber dafür motivierter. „Wenn sie während der Arbeitszeit eine halbe Stunde auf dem Laufband stehen, arbeiten sie anschließend schneller und präziser.” Die Angebote seien daher für alle von Vorteil.


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