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Gesundheitsrisiken: Ist Vapen das bessere Rauchen?

Sie liebäugeln mit E-Zigaretten, weil die als risikoärmere Alternative zu Zigaretten gelten? Was Fachleute dazu sagen – und warum sie davor warnen, ständig zwischen Dampfen und Rauchen zu wechseln.

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E-Zigarette und konventionelle Zigarette

© Nicht definiert

Berlin (dpa/tmn). Süßlicher Wassermelonen-Dampf statt beißender Tabakrauch: Vapes werden als Lifestyle-Produkt vermarktet werden – bunt, hip, harmlos. Letzteres – also harmlos – sind die E-Zigaretten aber nicht, wie auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) klarstellt. Wer dampft, sollte also wissen: Auch damit kauft man sich Gesundheitsrisiken ein. 

Aber womöglich etwas weniger als beim klassischen Glimmstängel: Nach Einschätzung der Behörde befinden sich im Dampf von E-Zigaretten im Vergleich zur Tabakzigarette „deutlich geringere Mengen krebserzeugender und anderer gesundheitsschädlicher Stoffe“. 

Nikotin kann Gehirnentwicklung beeinträchtigen

Doch wie die klassische Zigarette steckt auch in E-Varianten in der Regel Nikotin. Dieser Stoff macht nicht nur abhängig, er erhöht etwa auch den Blutdruck, die Thromboseneigung und die Ausschüttung von Stresshormonen. 

Dampfen Kinder und Jugendliche nikotinhaltige E-Zigaretten, kann die Entwicklung ihres Gehirns gestört werden. Auch zu vermehrter Ängstlichkeit kann es kommen. 

Erhitzung von Liquids – was entsteht dabei? 

Geht es um die Gesundheitsrisiken, geht es auch um die Liquids, also die Flüssigkeiten, die in den Geräten erhitzt werden:

  • Es gibt laut dem BfR Daten, die darauf hindeuten, dass dabei krebserzeugende Substanzen wie Formaldehyd und Acetaldehyd entstehen können.
  • Empfindliche Menschen können auf das Vernebelungsmittel Propylenglycol mit Reizungen der Atemwege und der Augen reagieren.
  • Zudem können einige der Aromen in den Liquids Allergien auslösen.

Langzeitstudien zum Krebsrisiko fehlen noch

Wichtig zu wissen: Zum Krebsrisiko – und auch zu anderen Langzeitfolgen – von E-Zigaretten können Fachleute laut dem Krebsinformationsdienst noch gar keine verlässlichen Aussagen machen. Es fehlen noch Langzeitstudien. Eines ist aber klar: „Der sicherste Weg, Ihr Risiko für Krebs zu verringern, ist komplett mit dem Rauchen aufzuhören“, schreiben die Krebs-Experten. 

Mal dampfen, mal qualmen – keine gute Idee

Was also tun, wenn man Raucher oder Raucher ist – und von der Kippe mit Tabak loskommen möchte? Für manchen mag der Umstieg auf E-Zigaretten als hilfreicher Zwischenschritt erscheinen. 

Allgemein als Mittel zum Rauchstopp lässt sich diese Strategie aber nicht empfehlen, schreibt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) auf dem Portal „rauchfrei-info.de“. Das liegt auch daran, dass dabei Rauchrituale und -gewohnheiten erhalten bleiben – und man dadurch womöglich schneller wieder zur klassischen Kippe greift. 

Was man lieber lässt: mal eine Zigarette anzünden, mal die E-Variante anmachen. Den sogenannte „Dual Use“ sehen Fachleute kritisch, weil sich dadurch Risiken addieren. Plus: Auch wer nur wenige Tabakzigaretten raucht, kauft sich einen deutlichen Risiko-Anstieg für etwa Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein, heißt es vom BIÖG.

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