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Giftgefahr: Zierkürbisse gehören nicht auf den Teller

Im Supermarkt stehen die Kisten mit Zierkürbissen manchmal direkt neben den Speisekürbissen. Doch nicht jedes hübsche Exemplar darf in Suppe oder Ofengemüse.

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Giftgefahr: Zierkürbisse gehören nicht auf den Teller

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Bremen/Bonn (dpa/tmn). Beim Einkauf und in der Küche sollte man den Unterschied von Zierkürbissen und Speisekürbissen im Hinterkopf behalten. Während Speisekürbisse wie Hokkaido oder Butternut in der Küche vielseitig einsetzbar sind, dienen Zierkürbisse ausschließlich zur Dekoration. Darauf weist die Verbraucherzentrale Bremen hin. Zierkürbisse können giftige Bitterstoffe enthalten.

Diese sogenannten Cucurbitacine können Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe verursachen. Kinder und ältere Menschen sind besonders gefährdet. Aus Speisekürbissen wurden die Bitterstoffe herausgezüchtet. Beim Einkauf sollten Sie daher darauf achten, dass der Kürbis, der auf dem Teller landen soll, ausdrücklich als Speisekürbis gekennzeichnet ist.

Bitterstoffe im Gartenkürbis?

Je nach Sorte kann man übrigens auch bei Kürbissen aus dem eigenen Garten nicht ganz sicher sein. Denn Insekten können die Blüten mit Pollen von Zierkürbissen bestäubt haben. Dann sind die Früchte zwar noch genießbar, aus ihren Samen können im Jahr darauf giftige Kürbisse entstehen. Das betrifft zum Beispiel Spaghetti- und Ufo-Kürbisse, heißt es vom Bundeszentrum für Ernährung (BZfE).

Tipp: Wenn Sie Kürbisse im Garten anbauen, kaufen Sie lieber jedes Jahr neues Saatgut oder Setzlinge im Fachhandel. Oder Sie pflanzen Sorten, die sich nicht mit Zierkürbissen kreuzen und somit nicht bitter und giftig werden können. Das sind laut dem BZfE der Hokkaido-, Butternut- und Muskatkürbis.

Zuerst: der Geschmackstest

Wer auf Nummer sicher gehen will, probiert vom eigenen Gartenkürbis ein kleines Stück roh, bevor er ihn zubereitet. Schmeckt deutlich bitter? Sofort ausspucken, raten die Bremer Verbraucherschützer. Weder Kürbisfleisch noch Kerne dürfen dann weiterverarbeitet und gegessen werden. Denn auch Kochen, Braten oder Backen zerstören die Bitterstoffe nicht zuverlässig.

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