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Lebenserwartung tritt auf die Bremse

Nach wie vor nimmt die Lebenswartung in vielen Ländern zu, allerdings deutlich langsamer als bisher. In manchen sinkt sie sogar.

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Ältere Frau sitzt mit Tasse in der Hand gedankenvoll auf ihrem Sofa. Bild: IMAGO / Westend61 / Jakob Helbig

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Bad Homburg/Berlin (kjs/OECD). In vielen Ländern hat sich der Anstieg der Lebenserwartung im vergangenen Jahrzehnt verlangsamt. In den USA und dem Vereinigten Königreich ist die Lebenserwartung in den letzten Jahren sogar gesunken.

Aber auch in Deutschland, Frankreich, Schweden und den Niederlanden nimmt die Lebenswartung deutlich zögerlicher zu. Das berichtet die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in ihrem Arbeitspapier „Why Are Improvements Slowing?“.

Alterskrankheiten erhöhen die Sterblichkeit

Die Studie zeigt, dass vor allem Krankheiten älterer Menschen zu dieser Entwicklung beitragen. So geht in vielen Ländern die Sterblichkeit infolge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen heute langsamer zurück als noch von einigen Jahren.

Gleichzeitig haben Atemwegserkrankungen, einschließlich Influenza und Lungenentzündung, in vergangenen Wintern viele Todesopfer gefordert. Weiterhin steigt auch die Zahl der Todesfälle durch Demenz und Alzheimer.

Von Diabetes bis Drogen

In einigen Ländern, insbesondere in den USA und im Vereinigten Königreich, geht die Sterblichkeit auch bei Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter nicht nur langsamer zurück, sondern nimmt sogar zu. Dort sterben immer mehr Menschen an einer unbeabsichtigten Vergiftung durch Drogen.

Obwohl einige Risikofaktoren, wie Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum, Bluthochdruck und Cholesterinspiegel in den meisten EU-Ländern weiter abnehmen, Adipositas und Diabetes häufiger vor.

Gleichzeitung kann diese Entwicklung auch mehr Ungleichheit begünstigen, sollte die Lebenserwartung in einigen Bevölkerungsgruppen weniger stark zunehmen als in anderen. Die Studie betont, dass unklar ist, inwieweit der verlangsamte Anstieg der Lebenserwartung in den untersuchten Ländern einen langfristigen Trend darstellt.

Weitere Informationen

www.oecd-ilibrary.org
Zur OECD-Studie als Download (englische Fassung)

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