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Long Covid: Leopoldina-Präsident sieht großen Forschungsbedarf

Long Covid sei „ein stark unterschätztes Problem“. Europaweit seien geschätzt mindestens 17 Millionen Menschen betroffen.

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Älterer Mann sitzt erschöpft mit geschlossenen Augen vor seinem Notebook. Bild: IMAGO / Westend61 / NOVELLIMAGE

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Mainz (dpa). Der Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Gerald Haug, sieht bei Long Covid noch erheblichen Forschungsbedarf. „Long Covid ist ein stark unterschätztes Problem mit bisher nur begrenzten Therapiemöglichkeiten“, sagte Haug der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Er selbst kenne betroffene „junge sportliche Menschen, die nicht mal mehr eine Stunde Energie am Tag haben“. „Die Ursachen und die unterschiedliche Symptomatik sind noch nicht vollständig verstanden.“

Frauen erkranken doppelt so häufig an Long Covid

Geschätzt mindestens 17 Millionen Menschen in Europa waren einer für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführten Analyse zufolge in den ersten beiden Jahren der Pandemie von Long-Covid-Symptomen betroffen. Die Untersuchung deute darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, an Long Covid zu erkranken, bei Frauen doppelt so hoch ist wie bei Männern. Außerdem steige das Long-Covid-Risiko nach einer schweren Corona-Infektion, zu deren Behandlung ein Krankenhausaufenthalt erforderlich war, drastisch.

Neues Institut in Rostock soll Long Covid erforschen

Ein nach eigenen Angaben deutschlandweit einzigartiges Institut in Rostock will künftig zu einem besseren Umgang mit Corona-Spätfolgen beitragen. Initiatorin ist die Lungenfachärztin Jördis Frommhold, die deutschlandweit als Expertin für die Long-Covid-Erkrankung gilt und Präsidentin des neuen Ärzteverbandes Long Covid ist.

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