Rheinbach (dpa/tmn). Für viele Menschen gehört die tägliche Dusche einfach dazu. Doch: Muss die eigentlich sein? Nach Angaben des Umweltbundesamtes rauschen pro Minute zwölf bis 15 Liter Wasser durch eine herkömmliche Duschbrause, bei Sparmodellen noch sechs bis neun Liter. Und die müssen erhitzt werden, was ordentlich Energie verbraucht. Und auch der Haut tut zu ausgiebiges Duschen nicht immer gut.
Am 22. März ist Weltwassertag, der die Verschwendung der essenziellsten Ressource allen Lebens in Erinnerung rufen soll. Ein Anlass, den Dermatologen Jan-Olaf Piontek im Interview zu fragen, mit welchem Duschverhalten man Umwelt, aber auch Hautgesundheit und Hygiene gerecht wird.
Hat man aber zum Beispiel Neurodermitis, ist die tägliche Dusche für die Haut nicht unbedingt ratsam. Aber auch, wenn man gesunde Haut hat und jeden Tag sehr lange duscht, ist das für die Haut Stress. Durch den Kontakt mit Wasser trocknet sie aus – auch wenn keine Seife im Spiel ist.
Gut ist auch, für sich selbst zu hinterfragen: Was hat das Duschen für ein Ziel? Klar, auf der einen Seite macht es Spaß und tut gut. Auf der anderen Seite sind wir häufig so sozialisiert, dass wir täglich duschen. Vor allem, weil wir Körpergeruch vermeiden wollen. Dabei ist es dafür nicht immer notwendig, sich täglich unter die Dusche zu stellen.
