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Stiko für Novavax-Vakzin ab 18 und zweiten Booster

Die Ständige Impfkommision hat jetzt ihre Enschätzung zum neuen Corona-Impfstoff abgegeben. Er ist ab 21. Februar in Deutschland verfügbar.

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Arzt mit Spritze klebt Pflaster auf Oberarm von Patient. Bild: IMAGO / photothek / Ute Grabowsky

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Berlin (dpa). Neben den bisherigen Covid-19-Impfstoffen spricht sich die Ständige Impfkommission (Stiko) für den Einsatz des Corona-Impfstoffs von Novavax für Menschen ab 18 aus. Außerdem befürwortet sie eine zweite Auffrischimpfung für besonders stark gefährdete Gruppen und Beschäftigte im Gesundheits- und Pflegebereich. Das teilte das Expertengremium am Donnerstag zu zwei Beschlussentwürfen mit.

Der Novavax-Impfstoff solle zur Grundimmunisierung mit zwei Dosen im Abstand von mindestens drei Wochen bei volljährigen Menschen eingesetzt werden. Für Schwangere und Stillende werde der Impfstoff aktuell jedoch nicht empfohlen. Es handelt sich noch nicht um finale Stiko-Empfehlungen, es läuft nun noch ein Abstimmungsverfahren mit Fachgesellschaften und Ländern. Änderungen seien noch möglich.

Proteinimpfstoff mit Wirkverstärker

Das Präparat Nuvaxovid des US-Herstellers Novavax, das seit Ende Dezember in der EU zugelassen ist, ist – anders als die anderen zugelassenen Vakzine – ein Proteinimpfstoff mit einem Wirkverstärker. „In den Zulassungsstudien zeigte der Impfstoff eine mit den mRNA-Impfstoffen vergleichbare Wirksamkeit“, erklärte die Stiko. Zur klinischen Wirksamkeit gegen die Omikron-Variante könnten aber noch keine Aussagen getroffen werden.

Alternatives Präparat für noch Ungeimpfte

Viele Experten halten es für denkbar, dass einige noch ungeimpfte Menschen bislang auf Alternativen zu den in Deutschland vorhandenen Corona-Vakzinen von Biontech/Pfizer, Astrazeneca, Moderna und Johnson & Johnson warten. Weil Nuvaxovid auf einer anderen Technologie beruht, gilt das Präparat daher auch als weitere Hoffnung im Kampf gegen die Impflücke in Deutschland. Experten betonen aber dennoch immer wieder, dass das Zögern wenig Sinn ergebe.

Pflege- und Klinikpersonal erhalten Novavax zuerst

In Deutschland könnte es Ende Februar oder Anfang März mit den Novavax-Impfungen losgehen. Das Bundesgesundheitsministerium erwartet die erste Lieferung von 1,4 Millionen Dosen in der Woche ab dem 21. Februar. Für Beschäftigte in der Pflege und in Kliniken greift ab Mitte März die Impfpflicht. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich dafür ausgesprochen, den Impfstoff von Novavax prioritär an bisher nicht geimpfte Beschäftigte in den betroffenen Einrichtungen zu verimpfen, hieß es in einem Beschluss der Ministerinnen und Minister vom 22. Januar.

Stiko geht von guter Verträglichkeit aus

Die Stiko geht bei Novavax von ähnlich ausgeprägten Impfreaktionen wie bei den anderen zugelassenen Vakzinen gegen das Coronavirus aus. „Die Zulassungsstudien ergaben keine Sicherheitsbedenken hinsichtlich schwerer unerwünschter Wirkungen nach Impfung“, schreibt die Stiko. Allerdings sei die Datenlage noch begrenzt.

Zweiter Booster für bestimmte Gruppen empfohlen

Zudem soll es eine zweite Auffrischimpfung für Menschen ab 70, Menschen in Pflegeeinrichtungen, Menschen mit Immunschwäche ab fünf Jahren sowie Beschäftigte in medizinischen und Pflegeeinrichtungen geben. Diese soll aus Sicht des Gremiums mit einem mRNA-Impfstoff nach abgeschlossener Grundimmunisierung und der ersten Auffrischimpfung verabreicht werden. Bei gesundheitlich gefährdeten Menschen solle sie frühestens drei Monate nach der ersten Auffrischimpfung erfolgen, bei Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen frühestens nach sechs Monaten.

Zur Begründung teilte das Gremium mit, dass aktuelle Daten einen schwindenden Infektionsschutz nach der ersten Auffrischimpfung gegen die Omikron-Variante binnen weniger Monate zeigten. Das sei besonders für Menschen ab 70 und Menschen mit Immunschwäche, die am gefährdetsten für einen schweren Verlauf bei einer Infektion seien, ein Risiko. Der zweite Booster solle nun den Schutz verbessern.

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