Ihre-Vorsorge Logo

Studie: Corona-Einschränkungen belasten die Psyche

Folgen der Ausgangssperre: Die psychoszoziale Belastung ist groß. Angst, Depressionen und häusliche Gewalt nehmen zu.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Hannover (dpa/lni). Angst, Schlaflosigkeit und Konflikte in Familien nehmen einer Studie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zufolge unter den Einschränkungen in der Corona-Pandemie zu. Wie nach dem Auftreten der Epidemie in China gebe es auch für Deutschland erste Belege, dass die psychosoziale Belastung steige, teilte die Hochschule am Donnerstag mit.

Häusliche Gewalt nimmt zu

In einer freiwilligen anonymen Umfrage sagten fünf Prozent der Teilnehmenden, in den vergangenen Wochen häusliche Gewalt erfahren zu haben. Sie gaben mehrheitlich an, dass die Gewalt zuletzt zugenommen habe. Diese äußerte sich demnach auf verbaler (98,4 Prozent), körperlicher (41,9 Prozent) oder sexueller Ebene (30,2 Prozent).

Angst, Depressionen, Schlafstörungen: Frauen haben deutlich höhere Werte

Eine Mehrheit von 60 Prozent gab an, sehr gut oder gut mit der veränderten Situation klarzukommen. 26,9 Prozent der Befragten sagten hingegen, schlecht oder sehr schlecht mit der Situation umzugehen. Bei Frauen gab es signifikant höhere Depressions- und Angstwerte. 45,3 Prozent der Befragten gaben an, im Vergleich zu der Zeit vor der Pandemie schlechter zu schlafen.

„All diese Themen sind uns nicht unbekannt. Aber die Restriktionen während der Coronavirus-Pandemie und die damit assoziierte räumliche Enge in Familien können zu einem erheblichen Aufflammen dieser Probleme führen“, sagte der Leiter der Studie, Tillmann Krüger, vom Zentrum für Seelische Gesundheit der MHH.

Umfrage mit über 3.500 Teilnehmern

Die Umfrage bezog sich auf die Zeit vom 1. bis 15. April, als die Kontaktverbote und Ausgangsbeschränkungen in Deutschland am strengsten waren. 3.545 Freiwillige nahmen an der Studie teil, darunter 83 Prozent Frauen und 15,2 Prozent Männer.

Weitere Informationen

corona.mhh.de
Pressemeldung der Medizinischen Hochschule Hannover

ww2.unipark.de
Direkt zur Umfrage

www.bleibgesund.de
Angst überwinden: So behältst du die Kontrolle

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Hat die Apotheke um die Ecke noch auf? Und hilft sie auch bei Videosprechstunden mit Ärzten? Und was noch? Ein Angebot der Apothekerverbände gibt schnellen Überblick.

Time
2 Minuten

Nicht nur Smartphones und Tastaturen sind echte Keimschleudern: Wie Sie mit einfachen Hygienetipps Krankheitserreger im Büroalltag und auf der Baustelle reduzieren können.

Time
2 Minuten

Traurig, gereizt, freudlos – nicht jede Verstimmung ist gleich eine Depression. Aber wenn sich Symptome häufen, kann das durchaus ein Hinweis sein. Gut, dass es Hilfe gibt.

Time
4 Minuten

Kopfschmerzen, Rücken, Erkältungsbeschwerden: ein rezeptfreies Schmerzmittel ist oft das erste Mittel der Wahl. Das heißt aber nicht, dass solche Medikamente harmlos sind.

Time
2 Minuten

Auch in der bevorstehenden Sammelsaison gilt: Nur sicher als essbar bestimmte Pilze dürfen auf dem Teller landen. Wo man Experten findet und was im Notfall zu tun ist.

Time
2 Minuten

Wer im Mitgliedsantrag falsche Vorversicherungszeiten angibt, kann auch nachträglich von der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen werden.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026