Ihre-Vorsorge Logo

Telemedizinische Behandlung unter der Lupe

Um als GKV-Leistung angeboten werden zu können, muss sich ein telemedizinisches Behandlungsprogramm für Patienten mit Herzschwäche im Test bewähren.

Artikel vorlesen

Autor / Quelle

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Patientin spricht über einen Computerbildschirm mit einem Arzt. Bild: IMAGO / YAY Images

© Nicht definiert

Bad Homburg/Berlin (kjs/GKV-SV). Mithilfe der Telemedizin wollen Kardiologen Patienten mit einer Herzschwäche (Herzinsuffizienz) künftig besser versorgen. Dadurch ließe sich Anzahl der Krankenhaustage und auch die Sterblichkeitsrate für die rund 1,8 Millionen Menschen mit chronischer Herzschwäche verringern.

Chronische Herzschwäche war in den vergangenen zehn Jahren die häufigste Ursache für Klinikeinweisungen von Patienten. Der GKV-Spitzenverband hofft, dass sich bei einer umfassenden Methodenbewertung die Hinweise verdichten und der Nutzen wissenschaftlich belegt werden kann.

Nutzen muss sichergestellt sein

Neue Untersuchungs- und Behandlungsverfahren für die gesetzliche Krankenversicherung können von niedergelassenen Ärzten erst dann angewendet und mit der GKV abgerechnet werden, wenn der G-BA ihren Nutzen geprüft und positiv eingestuft hat.

Daher hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat auf Antrag des GKV-Spitzenverbandes das Beratungsverfahren für ein neues telemedizinisches Behandlungsprogramm für Patienten mit einer schweren Herzschwäche eingeleitet. 

Wie funktioniert das Behandlungsprogramm?

Das „Telemonitoring-basierte Management von Patienten mit Herzschwäche“, so der Titel des Behandlungsprogramms, hat ein Kardiologen-Team aus verschiedenen Forschungseinrichtungen entwickelt. Es basiert auf einzelnen Bausteinen, die zusammen einen Versorgungsansatz darstellen, den es in der Regelversorgung so bisher nicht gibt.

Vitalparameter der Patienten werden nicht mehr nur sporadisch, sondern kontinuierlich erfasst und ausgewertet. Durch eine feste Kooperation von einem Telemedizinzentrum (TMZ) und niedergelassenen Ärzten sind Interventionen zeitnah möglich. Die Patienten werden lückenlos an jedem Tag im Jahr betreut, auch außerhalb der Sprechstundenzeiten der niedergelassenen Ärzte.

Vitalparameter übertragen

Täglich messen die Patienten zu Hause bestimmte Körperfunktionen wie beispielsweise den Blutdruck, die Sauerstoffkonzentration im Blut und das Gewicht. Diese Werte werden über eine gesicherte Mobilfunk-Verbindung an das TMZ übertragen und dort ausgewertet.

Bei auffälligen Befunden werden sofort die medizinischen TMZ-Experten sowie die behandelnden niedergelassenen Hausärzte und Kardiologen benachrichtigt. Das medizinische Personal muss auffällige Befunde innerhalb von vier Stunden registrieren und innerhalb von 24 Stunden über Behandlungsmaßnahmen entscheiden.

GKV-Positionspapier fordert Nutzen- und Risiko-Bewertung

In einem aktuellen Positionspapier fordert der GKV-Spitzenverband, den Fokus der Diskussion über innovative digitale Konzepte im Interesse der Patienten konsequent auf eine Nutzen- und Risiko-Bewertung zu legen. Nur so lässt sich bei Innovationen zwischen bloßen Marketingversprechen der Hersteller und einer nachweislich belegten besseren Patientenversorgung unterscheiden.

Im GKV-Positionspapier sind vier Bereiche aufgeführt, in denen digitale Konzepte und Ansätze aus Sicht der Krankenkassen sinnvoll erscheinen:

  • digitale Versorgungsangebote zur Primärprävention
  • Hilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis
  • Innovative Betreuungs- und Kommunikationswege in der ambulanten Versorgung
  • neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden

Weitere Informationen

www.gkv-spitzenverband.de

Zum Positionspapier „Digitale Versorgungsangebote in der Finanzierungsverantwortung der gesetzlichen Krankenversicherung“ als Download

Weitere Artikel

Time
2 Minuten

Buntes Herbstlaub ist schön anzusehen. Liegt es aber nass auf dem Gehweg, wird's gefährlich rutschig. Warum Ältere besonders gefährdet sind – und was sie tun können, um sich Stürze zu ersparen.

Time
3 Minuten

Wie lange braucht man Sonne, um genug Vitamin D zu speichern? Was sollte man essen, und wann sind Extra-Präparate sinnvoll, auch für die Stimmung? Antworten darauf – und wo man aufpassen sollte.

Time
3 Minuten

Hitzewallungen und Nachtschweiß sind lästige Menopause-Begleiter. Viele frei verkäufliche Mittel versprechen mehr Balance. Was sinnvoll sein kann – und was sich Frauen laut „Öko-Test“ sparen können.

Time
2 Minuten

Die Rentenversicherung übernimmt die Kosten einer bewilligten Kinderreha. Eltern können unter bestimmten Voraussetzungen mitkommen.

Time
3 Minuten

Um zu mehr Transplantationen zu kommen, wird schon lange über eine Änderung der Organspende-Regeln diskutiert. Im Parlament wird es nun konkret.

Time
2 Minuten

Ein Forscher-Team hat Studien mit weltweit über 80.000 Menschen ausgewertet, die Familienmitglieder pflegen. Eine Erkenntnis: Unterstützung wird zwar gebraucht – aber oft nicht in Anspruch genommen.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026