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Training vor einer OP: „Preha“ steigert Chancen auf Erfolg

Ob Hüft- oder Herz-OP: Mit speziellem Training werden Patienten fit für den Eingriff gemacht. So bekommt der Körper einen Vorsprung.

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Sport im Alter ist gesund: Seniorin sitzt in Sportkleidung lächelnd auf einer Yogamatte.

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Köln (dpa/tmn). Durch eine gezielte Vorbereitung auf die OP lassen sich der Behandlungserfolg und der folgende Genesungsprozess positiv beeinflussen. Fachleute sprechen in Anlehnung an die Reha nach der OP auch von der Preha, also der Prehabilitation. Das heißt konkret: mithilfe spezieller Trainingsprogramme für Muskulatur und Kreislauf sollen Patienten Kraft, Beweglichkeit und Ausdauer aufbauen.

Es gehe darum, dass man in eine OP nicht kalt starte, sondern gesteigert hineingehe, sagt der Orthopäde Roel van der Most, der die Effekte von Prehas in Studien untersucht hat. Somit bekommt der Körper einen Vorsprung – nicht nur für den Eingriff selbst, sondern auch, um sich anschließend schneller wieder zu erholen.

„Fitte Patienten überleben eher“

In Studien an der Klinik, in der er in Hamburg gearbeitet hat, hat der Orthopäde die positive Wirkung von Preha-Maßnahmen beim Einsatz von Hüft- und Knieprothesen beobachtet. Die Einsatzmöglichkeiten gehen aber weit über den orthopädischen Bereich hinaus. Die Bandbreite reiche von herzchirurgischen Operationen über große Bauch- und Lungenoperationen bis zu Tumoreingriffen, sagt Professor Wilhelm Bloch vom Institut für Kreislaufforschung und Sportmedizin an der Deutschen Sporthochschule Köln: „Wir wissen, dass die Patienten, die fit sind, eher überleben als die, die nicht fit sind.“

Grundsätzlich geht es bei der Preha darum, die körperliche Leistungsfähigkeit so weit wie möglich zu optimieren. Das Ziel ist, dass Patientinnen und Patienten belastbarer und stressresistenter sind – bei der OP und während der Genesungszeit danach. Wichtig sei es, sie schon vor der anstehenden Operation in Bewegungsmuster einzuführen, die Kraft und Koordination fördern, sagt Christopher Büttner vom Deutschen Verband für Physiotherapie.

„In vier Wochen das Maximum herausholen“

Sport- oder Bewegungstherapie können helfen, durch dosierte Reize Muskulatur und Herzkreislaufsystem zu aktivieren, wie Sportmediziner Bloch sagt. Zudem bereiten sie den Bewegungsapparat und das Immunsystem auf die Operationsbelastung vor.

Natürlich hilft es, wenn man sich langfristig mit Sport und Bewegung so fit wie möglich hält. „Bei der Preha geht es jedoch darum, in zwei bis vier Wochen das Maximum herauszuholen“, sagt Bloch. Entsprechend sind die Anforderungen: Preha funktioniere nur mit personalisiertem Training, das speziell auf den Patienten, den Eingriff und die Behandlung zugeschnitten sei.


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