Ihre-Vorsorge Logo

Verbraucherschützer warnen vor Nahrungsergänzungsmitteln

Krebserregende Stoffe, drohende Herz- und Leberschäden: Vitaminpillen & Co. sind oft nicht nur überflüssig, sondern können auch gefährlich werden.

Artikel vorlesen

Lesezeit

2 Minuten

Veröffentlicht

Mann hält Tabletten in der einen Hand, Glas Wasser in der anderen. Bild: IMAGO / agefotostock /duiwoy55

© Nicht definiert

Berlin (dpa). Immer mehr Menschen in Deutschland greifen laut einer neuen Umfrage zu Nahrungsergänzungsmitteln. Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) hatte innerhalb der vergangenen sechs Monate ein oder mehrere solcher Mittel gekauft – dies zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverband, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin am Mittwoch vorlag. Nach einer Vorgängeruntersuchung verwendeten 2016 erst 35 Prozent Nahrungsergänzungsmittel.

Ausschlaggebende Aspekte für den Kauf der Mittel waren der neuen Umfrage zufolge bei 67 Prozent der Käufer der Präparate die Inhaltsstoffe und bei 52 Prozent die damit verbundenen Gesundheitsaussagen. Jeweils rund zwei Fünftel kauften die Mittel in Apotheken oder Drogerien. 68 Prozent stimmen der Aussage zu, dass die Behörden die Unbedenklichkeit der Mittel überprüfen sollten.

Wundermittel oder Gesundheitsrisiko?

„Superfood fürs Immunsystem, Vitamin D gegen Coronaviren, Mineralstoffe für Schönheit von innen: Glaubt man den Werbeaussagen mancher Anbieter, können Nahrungsergänzungsmittel wahre Wunder bewirken“, sagte die Lebensmittelexpertin der Verbraucherzentrale, Christiane Seidel. „Tatsächlich können sie aber ernsthafte gesundheitliche Probleme wie Herz- und weitere Organschäden oder Muskelschwäche verursachen.“

Seit fünf Jahren betreiben die Verbraucherzentralen das Internetportal www.klartext-nahrungsergaenzung.de zum Thema. Das dort tätige Expertenteam meldete seither 250 Produkte an die Überwachungsbehörden, die ihnen zuvor durch Verbraucheranfragen und –beschwerden zugetragen wurden, wie es hieß.

Besonders häufig warnten die Verbraucherzentralen demnach vor krebserregendem Ethylenoxid in pflanzlichen Nahrungsergänzungsmitteln, vor unzulässigen Arzneisubstanzen, Salmonellen und zu hohen Dosierungen einzelner Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln – etwa zu viel Curcumin und Piperin in Kurkuma-Produkten. Diese könnten leberschädigend wirken.


Weitere Artikel

Time
3 Minuten

In der Corona-Pandemie haben Forscher Daten im damals abgeriegelten Neustadt am Rennsteig gesammelt. Die Wissenschaft hat daraus auch Erkenntnisse über Geschlechterunterschiede gewonnen.

Time
2 Minuten

Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit klärt zur Organspende mit neuer Broschüre und Plakat zu weit verbreiteten Irrtümern auf.

Time
2 Minuten

Auch wer sich bei Zahnersatz für die Kassenvariante entscheidet, muss zuzahlen – oft mehrere hundert Euro. Das ist einfach nicht drin? Für solche Fälle gibt es eine Härtefallregelung.

Time
3 Minuten

Wer Mahlzeiten vorbereitet, befolgt neben den Rezepten besser einige Hygiene-Regeln. Auch auf die Art der Lagerung im Kühlschrank kommt es an.

Time
2 Minuten

Bis kurz vor dem geplanten Kabinettstermin ringen Union und SPD um einen Kompromiss in ihrem Streit um die Pflege. Dann gibt es grünes Licht für die Reform.

Time
3 Minuten

Kein Jahr ohne Grippewelle: Vor schweren Verläufen schützt eine Impfung, die man sich bei Hausärztin, Betriebsarzt oder in Apotheken abholen kann. Für wen ist der Piks wichtig, für wen verzichtbar?

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Verpassen Sie kein Thema mehr.

Unser Newsletter informiert Sie regelmäßig und aktuell rund um die Themen Rente, Finanzen, Gesundheit und Soziales. Keine Werbung und 100% kostenlos.

Kontakt zur Deutschen Rentenversicherung

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?
Icon Telefon
Kostenloses Servicetelefon
Mo. – Do. 08:00 – 19:00, Fr. 08:00 – 15:30
Logo Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung

Rechtliches

Service

Kostenlos und jederzeit abbestellbar – nach dem Absenden wählen Sie Themen und Rhythmus.

Logo klein Deutsche Rentenversicherung
Eine Initiative der Deutschen Rentenversicherung
© Ihre-Vorsorge 2026