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Weniger Raucher, aber mehr Raucherkrankheiten

Die Zahl der Raucher geht seit Langem zurück, doch die Erkrankungen nehmen weiter zu – noch.

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Mann raucht Zigarette. Bild: IMAGO / Panthermedia / Alexander Savchuk

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Wiesbaden (dpa). Inzwischen rauchen weniger Menschen als noch vor zehn Jahren – zugleich kommen nach oft vielen Jahren des Rauchens verstärkt Patienten mit Atemwegstumoren oder Lungenschäden ins Krankenhaus.

Laut Statistischem Bundesamt wurden 2019 insgesamt 458.000 Kranke wegen einer raucherspezifischen Erkrankung in Deutschland stationär behandelt. Das waren 18 Prozent mehr als 2010, wie das Amt am Freitag anlässlich des Weltnichtrauchertages am 31. Mai mitteilte. Solche Folgen des Rauchens zeigen sich meist erst nach langjährigem Konsum, der Rückgang der Raucherzahl wird sich daher erst verzögert bei den Erkrankungen niederschlagen.

Erkrankungen im Zusammenhang mit Rauchen

211.300 der erfassten stationären Behandlungen waren auf einen Lungen- und Bronchial-, Kehlkopf- oder Luftröhrenkrebs zurückzuführen, 246.700 auf eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Die Patientinnen und Patienten waren bei einer Krebsdiagnose im Durchschnitt 67,3 Jahre alt, bei COPD lag der Schnitt bei 70,5 Jahren.

Knapp 77.600 Menschen in Deutschland starben der Statistik zufolge 2019 an den Folgen von Erkrankungen, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden. Lungen- und Bronchialkrebs war mit rund 45.000 Todesfällen die dritthäufigste Todesursache insgesamt, COPD mit mehr als 31.000 Gestorbenen die sechsthäufigste.

Tabakkonsum ist zurückgegangen, trotzdem gibt es noch viele Raucher

Insgesamt ist der Tabakverbrauch pro Kopf in Deutschland inzwischen zurückgegangen. Konsumierte beispielsweise 2011 im Schnitt noch jeder Erwachsene 1.305 Zigaretten, waren es 2020 nach vorläufigen Zahlen noch 1.063 – ein Rückgang um knapp 19 Prozent. Noch immer rauchte laut Mikrozensus 2017 aber gut jeder vierte Mann (26 Prozent) und fast jede fünfte Frau (19 Prozent).


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